Religion

Wir, die Lehrkräfte für die Fächer Katholische und Evangelische Religionslehre, bemühen uns in besonderem Maße all diese Gruppen von Schülern mit ihrer Kritik, aber auch ihren Fragen und Zweifeln zu Wort kommen zu lassen, getragen von der gemeinsamen Suche nach Gott. Dabei spielt in Lohr die ökumenische Kooperation eine große Rolle. Ausgehend von der engen Zusammenarbeit zwischen den Kollegen werden ausgewählte Themenkreise bzw. einzelne Teilaspekte durchaus auch im „team-teaching“ besprochen. Eine ökumenische Akzentsetzung fand in den letzten Jahren in vielfätiger Weise statt, genannt sei hier zum Beispiel der gemeinsame Besuch von evangelischer und katholischer Kirche. Die Schüler erschließen so die gemeinsame christliche Überlieferung, sie üben Dialogbereitschaft ein und werden zu einem Handeln befähigt, das über konfessionelle Grenzen hinausreicht. 

Exkursionen ermöglichen die Begegnung mit Menschen aus nichtchristlichen Religionen. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die Informationen und Eindrücke, die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse alljährlich im jüdischen Dokumentationszentrum in Würzburg gewinnen. Sie werden in der Ausstellung sowie in der Synagoge nicht nur kognitiv, sondern auch affektiv-emotional angesprochen.

Fächerverbindende Unterrichtsvorhaben fördern das Verstehen größerer kultureller, weltanschaulicher oder ethischer Zusammenhänge. Dies geschieht zum Beispiel in der Kooperation mit dem Fach Geschichte bei der Thematik „Drittes Reich“ oder in Zusammenarbeit mit dem Fach Biologie in der Kollegstufe bei der Diskussion um Bioethik. Mit den Kollegen des Faches Biologie wird außerdem seit einigen Jahren ein gemeinsames Projekt zum Thema „Freundschaft, Liebe und Sexualität“ umgesetzt. Hier erhalten wir auch regelmäßig Unterstützung durch die katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen. 

Unser Einsatz gilt auch den Gruppen, die sich um fairen Handel und eine gerechtere Welt bemühen. So unterstützen wir die Pfarrei St. Paul in Mtwara/Tansania. Ehemalige Schülerinnen und Schüler, die nach dem Abitur diesen sozialen Dienst zum Beispiel bei einem freiwilligen sozialen Jahr im In- und Ausland aktiv umsetzen, berichten ab und zu im Unterricht von ihren Erfahrungen.

Über den Unterricht hinaus versuchen die Lehrerinnen und Lehrer Impulse zu setzen, die das Schulleben mitgestalten und somit die Schulkultur prägen helfen. Dazu gehören die Anfangs- und Schlussgottesdienste, Jugendkreuzweg und Meditationen in der Fastenzeit, Angebote zur Besinnung im Advent bzw. zu besonderen Ereignissen im Kirchenjahr. Ein eigener Meditationsraum eröffnet uns hierfür eine Rückzugsmöglichkeit. Des Weiteren versuchen wir den Kontakt zu den Jugendgruppen innerhalb der Gemeinden aufrecht zu erhalten und zur Teilnahme am kirchlichen Leben zu motivieren.

 

Für die Fachschaften Katholische und Evangelische Religionslehre

Andrea Pöschl

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