P-Seminar zu Gast bei WAREMA


Der deutsche Schriftsteller Julius Langbehn sagte einmal: „Mit den Menschen ist es wie mit den Blumen: Sie brauchen nicht nur Wasser, sondern auch Sonne.“

Die Sonne ist ein Energiespender und zugleich ein bedeutendes Kriterium für unser Wohlbefinden. Die Firma WAREMA aus Marktheidenfeld hat sich als Sonnenlicht-Manager u.a. das Ziel gesetzt, ein individuelles Wohlfühlklima in Gebäuden zu erschaffen.

Wie dies gelingt, durfte eine Woche lang das P-Seminar „Bauphysik live – Sonnenschutz zum Anfassen“ des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums vor Ort erfahren.

Nach einer Unternehmensvorstellung und der notwendigen Arbeitssicherheitseinweisung wurden den zwölf Schülerinnen und Schüler des Seminars die Grundlagen der Bauphysik u.a. anhand von Experimenten vorgeführt. Wichtige Bereiche betreffen die Steuerung des Licht- und Energieeintrags in das Gebäude z. B. mithilfe der Reflexion, Absorption und Isolierung durch Raffstores und Behänge. Mit großem Interesse verfolgten die Schülerinnen und Schüler einen eigentlich recht simplen Versuch, bei dem mit Hilfe einer Kerze durch Spiegelungen sowohl der Aufbau des verwendeten Fensterglases als auch der korrekte Einbau geprüft werden kann.

Der zweite Tag begann mit einer Gruppenübung zur Optimierung von Arbeitsprozessen im Team, indem ein LEGO-Auto auf Zeit zusammengebaut werden musste. Durch gezielte Optimierung im Arbeitsprozess konnte so die Zeit stark minimiert werden. Anschließend gab es noch Einweisungen in den Umgang mit elektrischem Strom und den notwendigen Werkzeugen zur Montage eines Raffstores. Am Ende des Tages analysierten die Schülerinnen und Schüler den Kundenauftrag zum Bau eines Raffstores mit Funktionsumfang.

In den folgenden beiden Tagen wurde der Kundenauftrag praktisch umgesetzt. Nach einer Kostenkalkulation wurde in vier Gruppen jeweils ein Raffstore montiert und die elektrische Schaltung verdrahtet. Diese dient als Grundlage für die spätere Programmierung der automatisierten Steuerung des Raffstores nach Kundenwunsch. Viel Spaß bereitete ein Windkanaltest des fertigen Produkts, bei dem sich die Teilnehmer des P-Seminars auch selbst Wind mit Orkangeschwindigkeit aussetzen durften.

Den Abschluss des praktischen Projekts die Prüfung der elektrischen Verschaltung und natürlich die Inbetriebnahme des kompletten Raffstores.

Am letzten Tag wurden die Schülerinnen und Schüler durch die Produktion der Steuerungssysteme geführt. Bei diesem imposanten Rundgang mit kurzweiligen Erklärungen erfuhren sie, wie mit modernster Technik Platinen für Steuerelemente bestückt werden.

Eine Feedbackrunde, die Übergabe des Zertifikats und ein Gruppenfoto rundeten diese tolle Woche ab.

Vielen Dank gebührt zwei Werksstudenten, die das Projekt die ganze Woche begleiteten und auch viele tiefe Einblicke in einen dualen Studiengang gewährt haben. V.a. in der Praxisphase unterstützten vier Auszubildende in einer freundschaftlichen Atmosphäre die Arbeitsgruppen durch hilfreiche Erklärungen. Der größte Dank geht an WAREMA selbst und insbesondere an den Ausbildungsleiter Herrn Harth, der durch die Planung maßgeblich am Gelingen dieser interessanten Woche beigetragen hat.

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