W-Seminar „Krimi“ trifft auf Bestsellerautorin Krystyna Kuhn

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14.08.2018-10.09.2018
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W-Seminar „Krimi“ trifft auf Bestsellerautorin Krystyna Kuhn


Im Rahmen des W-Seminars „Krimi“ im Fachbereich Deutsch hatten die Schülerinnen und Schüler der Q11 mit ihrer Lehrkraft Andrea Pöschl Gelegenheit zu einem Treffen mit der aus Lohr stammenden Schriftstellerin Krystyna Kuhn.

Das Werkstattgespräch beginnt Kuhn atmosphärisch passend: Sie liest den Beginn des „Wintermörders“ aus dem Jahre 2007, bei dem ein Mord in einer kalten Winternacht geschildert wird, und die Schülerinnen und Schüler hören gebannt zu. Im anschließenden Austausch können viele Fragen der jungen Leute auch zu aktuelleren Werken beantwortet werden. Diese wollen zum Beispiel wissen, ob Kuhn schon immer Schriftstellerin werden wollte, wie lange die Krimiautorin an einem Buch schreibt, woher sie die Ideen für ihre Bücher nimmt und ob sie diese (Todesarten, Tatorte) auch wissenschaftlich überprüft. Besonders interessant sind die konkreten Erläuterungen über den Weg einer Idee hin zum fertigen Buch, bei denen Kuhn auch fachwissenschaftliche Begriffe wie Plot, Draft, Log Line oder Out Line einfließen lässt, die den Kursteilnehmern beim Schreiben der eigenen Seminararbeit weiterhelfen können. Auch die Methoden, jeden Tag drei Stichpunkte, die einem - quasi nebenbei - einfallen, zu notieren oder ein Mindmap zu einem bestimmten Thema anzufertigen, sind sowohl dem Schreiben eines Buches als auch einer wissenschaftlichen Arbeit dienlich. Einen Einblick in den Literaturbetrieb ermöglicht die Beantwortung der Frage, wie frei ein Schriftsteller eigentlich sei, und zeigt auch eine der Schwierigkeiten dieses Berufs auf. Besonderen Wert legt Kuhn sowohl auf die Gestaltung der Figuren, denn von diesen - so die Autorin - lebt ein Buch, als auch auf die sprachlichen Details. Beim Verfassen des „Monday Club“ habe sie zum Beispiel recherchiert, wie viel ein Burger in Maine koste. Von sogenannter All-Age-Literature, also Büchern für Jugendliche und Erwachsene hält sie dagegen wenig. Ebenso kann sie sich nicht vorstellen Detektivgeschichten zu schreiben, da diese Gattung zu sehr genormt und strukturiert sei. Inspiriert fühlt sie sich eher von den Thrillern Stephen Kings. Momentan versucht sich Kuhn dagegen in einem anderen Genre, dem des Märchen, was sie ein Stück weit zurück zu ihren beliebten Mädchenthrillern führt.

Hier wiederum kreuzen sich Werkstattgespräch und die bis November 2018 zu verfassende Seminararbeit, da auch dies - die Vermischung unterschiedlicher Genre im Bereich der Kriminalliteratur - ein Thema für eine Seminararbeit sein könne. Die Kursteilnehmer jedenfalls nehmen neue Idee, wichtige Eindrücke und Informationen sowie zuletzt auch einen Lesetipp für die bevorstehenden Unterrichtsstunden aus diesem Gespräch mit.

(Andrea Pöschl)

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