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Weihnachtsferien

Wieder mal daheim - Lesung und Werkstattgespräch mit Dr. Stefanie Gregg (geb. Hüttinger)


Wieder mal daheim

Lesung und Werkstattgespräch mit Dr. Stefanie Gregg (geb. Hüttinger)

Sie habe am FLvEG zusammen mit jetzigen Schulleiter Dr. Rottenbacher das Abitur abgelegt. Nun sitze sie auf der Bühne in der Aula auf dem Platz, der ihr sehr lieb geworden sei, wo sie, wie sie selbst sagt, „geworden ist, was sie ist“ - nämlich Schriftstellerin. Mit diesen Gedanken beginnt Dr. Stefanie Gregg ihre Lesung vor der 10. Jahrgangsstufe und einer 8. Klasse des Gymnasiums.

Und damit hat die in der Nähe von München lebende Autorin die Aufmerksamkeit der jungen Zuhörer bereits gewonnen. Weiter berichtet Stefanie Gregg (geb. Hüttinger) davon, dass sie hier, an dieser Schule, Literatur kennen und lieben gelernt habe, Mitglied der Schülerzeitung gewesen sei, deren durchaus politische und kritische Artikel bei der damaligen Schulleitung nicht immer gut angekommen seien. Das Verfassen von Texten habe sie auch nach ihrer Schulzeit bis heute begleitet: zunächst beim Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Philosophie, dann in den beruflichen Anstellungen bei Bertelsmann und in einer Unternehmensberatung, jetzt bei ihrer Tätigkeit als freiberufliche Autorin von Romanen und Krimis. Was sie selbst am Schreiben reize, sei, dass man damit ausdrücken könne, was einem am Herzen liege.

Dass ihr nicht nur das Schreiben ein Herzensanliegen ist, sondern auch die Geschichten, die sie dadurch zu Papier bringt, merkt man an jedem Wort: Den Plot für ihre erste, als Buch veröffentlichte Geschichte findet sie in der Lebenssituation des Besitzers eines Bauernhofs, wo Gregg mit ihrer Familie Urlaub machte. Die persönliche Begegnung mit einem Bulgaren, dessen Bericht über die Briefe der Mutter aus Deutschland - auf weißem Papier -, dessen Suche nach der Mutter sowie die Flucht aus einem kommunistischen System bilden den Hintergrund für „Duft nach Weiß“. Aus diesem Roman liest Stefanie Gregg auch einige Passagen vor; geschickt flicht sie die historischen Hintergrundinformationen, zum Beispiel über den „Regenschirmmord“ ein. Damit vermittelt sie den Jugendlichen ganz nebenbei nicht nur geschichtliche Eckdaten, sondern vor allem auch ein Ethos, das mit kritischem Blick das Handeln von Menschen bzw. menschliche Taten, die ungesühnt bleiben, moralisch hinterfragt.

Im Fokus der zweiten Veranstaltungshälfte steht der Roman „Mein schlimmster, schönster Sommer“, der - als Roadmovie konzipiert - auch einen Stopp bei der Ruine Schönrain einlegt. Danach beantwortet die Autorin Fragen der Schülerinnen und Schüler, wie zum Beispiel: Wie lange recherchieren Sie für ein Buch? Welches ihrer Bücher gefällt Ihnen am besten? Welches Buch verkaufte sich am besten? Welches ist Ihre Lieblingslektüre? - Kann gut sein, dass bei dem (der) ein(en) oder anderen demnächst ein Roman von Stefanie Gregg auf der Liste der Lieblingsbücher steht…

Die Autorenlesung fand auf Anregung und in Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative Lohr im Rahmen der Reihe „Wieder mal daheim“ statt, diese hatte für den Abend zu einer weiteren Lesung ins Alte Rathaus geladen. Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung von den Freunden des Gymnasiums.

(Andrea Pöschl)



 

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