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Sommerferien
10.09.2019
erster Schultag

Molekularbiologie in Dortmund (MINT)


Molekularbiologie in Dortmund (MINT)

Mehrere Tage lang hatten drei Lehrlinge im Dortmunder Werk der Bayer AG nicht anderes zu tun, als Hunderte von Agar-Platten zu gießen. Das Gelantine-ähnliche Gel diente als Nährstoffboden für Mikroorganismen, mit denen es Lysander Pleier aus Neustadt und 15 weitere Schüler aus ganz Deutschland, den USA und der Türkei zu tun bekamen. Im Rahmen des  MINT-EC-Camps „Molekularbiologie“ impften sie diese mit Bakterien und Hefepilzen. In langen Experimentreihen sollten sie dann bestimmen, um welche Organismen es sich handelt, wie stark die Lösung konzentriert war und welche der Impftechniken, die ihnen beigebracht worden waren, welchem Zweck dienen.

„Allein dieser Aufwand ist schon enorm“, zeigte sich der Zehntklässler des Franz-Ludwig-von Erthal-Gymnasiums in Lohr beeindruckt. „Man muss sehr, sehr vorsichtig sein beim Experimentieren im Labor.“ Zu schaffen gemacht hat dem 15-Jährigen auch die Hitze: Stundenlang brannte vor jedem der 16 Schüler ein Bunsenbrenner, um die Impf-Ösen zu desinfizieren und die Raumluft möglichst keimfrei zu halten.

Weitere unterfränkische Vertreter kamen vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt und vom Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg. Zu Gast waren sie im Dortmunder Heisenberg-Gymnasium, das mit seinem „Laborgarten“ über eine hochschulähnliche Ausstattung verfügt. Mit Hilfe einer Zentrifuge isolierten die MINT-Schüler zum Beispiel unbekannte DNA-Proben, um sie anschließend mit der in der Oberstufe verankerten PCR (polymerase chain reaction) zu Vervielfältigen und zu Sequenzieren. Nach zwei Arbeitstagen konnte Pleier feststellen: Bei seiner Probe handelte es sich zweifelsfrei um Rindfleisch, das einer der drei für dieses Camp abgestellten Lehrer einem Burger entnommen hatte.

Auch die Freizeit des Schülers gestaltete sich sehr angenehm. Abwechslung zum Labor boten Exkursionen zum deutschen Fußballmuseum und zur Arbeitsweltausstellung DASA. Die Abende, an denen sich die Schüler beim Pokerspielen oder am Billardtisch besser kennen lernten, gingen oft in nächtliche Gespräche über Gott und die Welt. „Einer meiner Highlights war tatsächlich so viele MINT interessierte und kluge Schüler zu treffen, mit ihnen zu diskutieren und überaschenderweise auch neue Freundschaften zu schließen“ schloss Pleier.

Zum Programmpunkt gehörte auch eine Führung durch das Werk Bergkamen der Bayer AG, die dieses MINT-Camp unterstützte.

 

MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Zu den derzeit 316 zertifizierten Schulen, die bei diesem Excellence-Schulnetzwerk zertifiziert sind, gehören neben dem Lohrer Gymnasium auch jene in Karlstadt und Marktheidenfeld.


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