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Welt der Märchen ins Medienatelier geholt: Lohrer Puppenbühne zu Gast am Gymnasium


Welt der Märchen ins Medienatelier geholt: Lohrer Puppenbühne zu Gast am Gymnasium

Zum Deutschunterricht gehört nicht nur das Schreiben und Lesen von Texten, sondern auch die kreative Auseinandersetzung mit Literatur. Freude macht diese besonders dann, wenn Märchen gespielt werden und man selbst mitwirken darf. Friedel Liedhegener bietet den Schülerinnen und Schülern der 5. Jahrgangsstufe des Gymnasiums mit seiner „Lohrer Puppenbühne“ und den dazugehörenden handgefertigten Marionetten eine solche Gelegenheit.

Mittlerweile ist der Auftritt Liedhegeners schon ein fester Bestandteil des zusätzlichen Angebots für die Unterstufe. In diesem Jahr nahm er in der Vorweihnachtszeit die Kinder mit auf eine Reise nach Asien und in den Orient - die in Indien gefertigten, liebevoll gestalteten Figuren und Tiere lassen die dortigen Kulturen lebendig werden.

In zwei spannenden Geschichten entführt der Lohrer Puppenspieler in die Welt der Märchen, in der das Wünschen bekanntermaßen noch hilft. Die erste Gruppe begleitet Kalif Storch auf seinem Abenteuer - in einer neuen, eigenen Fassung von Liedhegener selbst. Die zweite Gruppe spielt den „Vogel Roch“ - ein Stück über Bruderzwist.

So mischen sich Märchen, moderne Liebes- und Abenteuergeschichte, die die Schülerinnen und Schüler auch deshalb fesseln, weil sie in die Rollen der einzelnen Figuren schlüpfen dürfen und die Puppen agieren lassen. Das ist es gerade, was die Zehnjährigen fasziniert: Sie bleiben nicht nur Zuschauer, sie sind nicht nur dabei, sondern sie werden in die Abenteuer der Figuren involviert. Sie werden zu Prinz und Prinzessin oder zum Vogel, der die Prinzessin auf den Glasberg trägt.

Auch die Puppen beeindrucken die Kinder derart, dass sie sich die geschnitzten Gesichter und zauberhaften Gewänder nach der Aufführung noch einmal aus der Nähe anschauen wollen.

Friedel Liedhegener schließt mit einer Geschichte über „Robi und Christine“, einer Erzählung über ein achtjähriges Mädchen und ihren Roboter. Es ist eine von acht weiteren Geschichten aus dem gleichnamigen Buch, erschienen bei Iskopress und erhältlich bei Amazon.

Alle Abenteuer gehen (natürlich) gut aus, damit der Botschaft des Märchens „Und wenn sie nicht gestorben sind,…“ Rechnung getragen wird. Diese Wahrheit wünschen sich alle Zuhörer, gerade deshalb passt diese Gattung so gut in die Weihnachtszeit.

 

(Andrea Pöschl)

 

 

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