aktuelle Termine

20.09.2017-24.09.2017
Abiturfahrten
20.09.2017
IAA-Exkursion
28.09.2017
Q11 beim HIT

Was bedeutet MINT?


Seit einigen Jahren werden die Fächer Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik) und Technik-Wahlkurse unter dem Begriff MINT zusammengefasst.

Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium bietet hierzu die Ausbildungsrichtung Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium (NTG)an, die einen Schwerpunkt in MINT-Fächern vorsieht. Um den Schülerinnen und Schülern, als auch den Lehrkräften, im MINT-Bereich ein größeres Spektrum an Angeboten bieten zu können hat sich das Gymnasium 2013 dem Verein mathematisch - naturwissenschaftliche Excellence - Center an Schulen (MINT - EC) angeschlossen.

Im November 2015 wurde uns der Status der Vollmitgliedschaft zugesprochen. Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium wurde als „Leuchtturm der Region“ bezeichnet und die Bewerbung hat die Jury „vollends überzeugt“.


Wir freuen uns, dass unsere Angebote und die Arbeit in den MINT-Fächern geschätzt werden, so dass wir im MINT-EC-Netzwerk aktiv teilnehmen dürfen. Das bringt viele Vorteile für Schüler/innen und Lehrkräften mit sich.



Erste Früchte dieser Mitgliedschaft und viele (traditionelle) Aktivitäten können in den folgenden Berichten nachgelesen werden:






Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium zeichnet herausragende Abiturienten mit MINT-EC-Zertifikat aus


Schon zum dritten Mal wurden im Rahmen der Vergabe der Abiturzeugnisse eine Abiturientin und drei Abiturienten des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums mit dem MINT-EC-Zertifikat für ihre herausragenden MINT-Leistungen ausgezeichnet. Die Schule ist seit 2013 Teil des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC und darf somit das deutschlandweit einzigartige MINT-EC-Zertifikat vergeben.

Im diesjährigen Abiturjahrgang wurden der Schülerin Sarah-Luisa Dülk und dem Schüler Ralf Ebert das MINT-EC-Zertifikat in der zweit höchsten Wertung „mit besonderem Erfolg“ verliehen. Die Schüler Alexander Esgen und Michael Stenger erklommen sogar die höchste Stufe „mit Auszeichnung“. Alle vier Absolventen zeigten schon in jungen Jahren großes Interesse an MINT-Themen. In zahlreichen Teilnahmen an Wahlkursen, MINT-Camps und Wettbewerben entwickelten sie sich zu Ausnahmeerscheinungen im MINT-Bereich. Auch in Seminaren („Forschen und Experimentieren“, „Mikroskopieren", "Games Engineering" bzw. "Erlebe Technik - multimediale Hydraulik") brachten sie ihr außergewöhnliches Können ein.


von links nach rechts:  Alexander Esgen, Sarah-Luisa Dülk, Michael Stenger, Ralf Ebert

 

 

Lohrer Gymnasiastin in Vallendar


Aus ganz Deutschland trafen sich 20 Schülerinnen und Schüler mit Interesse an Mathematik zwischen dem 26. und 29. Juni im Städtchen Vallendar in der Nähe von Koblenz zu einem MINT-EC-Camp. Die Teilnehmer kamen aus Stuttgart, Frankfurt, Köln und natürlich auch aus Lohr, unserer schönen Schneewittchenstadt.
Ihr Ziel war es, unter Anwendung komplexer Mathematik, Wahrscheinlichkeiten an unterschiedlichen Beispielen aus dem Bereich der Finanzmathematik zu bestimmen und sich mit praktischen Anwendungen der Mathematik in der Industrie bekannt zu machen. Im Folgenden berichtet die Schülerin Xinyuan Luo des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums über ihre Erlebnisse aus diesem MINT-EC-Camp in Vallendar.

Der Tagesablauf war von 9:00 bis 20:00 Uhr durchstrukturiert. An den Vor- und Nachmittagen gab es jeweils zwei Vorlesungen und eine einstündige Übung. Während die Vorlesungen von Prof. Dr. Dr. h.c. Alan Huckleberry und Prof. Dr. Keivan Mallahi Kerei von der Jacobs University in Bremen gehalten wurden organisierte und leitete die Studentin Kendra die praktischen Übungen. Hier wurde das zuvor in den Vorlesungen besprochene Stoffgebiet mit Hilfe angemessener Aufgaben vertieft und verinnerlicht. Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen der Teilnehmer bzgl. Herkunft, Alter und Vorkenntnisse, waren die Übungen zu den Vorlesungen sehr nützlich.
Interessante Inhalte der Vorlesungen waren zum Beispiel die Einführung in die Wahrscheinlichkeitstheorie oder die Rekurrenzeigenschaften von Irrfahrten auf Gittern. Hier ein Beispiel zum zuletzt genannten Inhalt – etwas vereinfacht dargestellt: Stellen Sie sich vor, dass Sie sich an einer beliebigen Stelle eines eindimensionalen Feldes befinden, und sich zufällig in jedem Spielzug mit der Wahrscheinlichkeit von je 50% nach rechts oder links bewegen können. Stellen Sie sich jetzt die Frage, ob sie zum Ausgangspunkt zurückkommen werden, bzw. wie groß die Wahrscheinlichkeit für die Heimkehr ist.
Die Lösung ist, dass man nach einer großen Anzahl von Durchführungen mit der Wahrscheinlichkeit von 100% wieder zurückkommt.

Stellen Sie sich jetzt noch einmal die gleiche Frage, mit dem Unterschied, dass die Wahrscheinlichkeiten zwischen rechts und links von 50:50 auf 49:51 verändert werden. Was würde jetzt passieren?
Die Antwort lautet, dass man auch nach beliebig vielen Durchführungen nie wieder zurückkehren wird.
Dieses Ergebnis trifft übrigens auch bei Irrfahrten mit obigen Wahrscheinlichkeiten in allen Richtungen ab der dritten Dimension zu. Zum Schluss des MINT-EC-Camps zeigte uns Frau Chenshuai Sui von der Allianz Versicherung aus München in einem Workshop wie man das Gelernte und Eingeübte in der Versicherungsmathematik anwenden kann.
Dieses Camp verhalf den Teilnehmer einen tieferen Blick in die praktische Anwendbarkeit von Mathematik im Alltag.
 
Link zu MINT-EC: https://www.mint-ec.de/presse/schuelerinnen-und-schueler-entdecken-finanzmathematik-und-kunst/


 

 

kleine Mittel - große Wirkung


Wenn jemand sehr erfolgreich ist, sagt man doch, er hätte Großes erreicht. Dabei spielt die Größe oder sogar die Sichtbarkeit einer Sache oft gar keine Rolle, um mit ihr die Welt zu erreichen und zu verändern. Genau das ist mir im Molekularbiologie-MINT-EC-Camp an der Experimenta Heilbronn klargeworden. Bakterien, DNA und Co. haben meine Faszination gefangen: Mit 16 Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland habe ich im Rahmen des Camps vom 8. bis zum 11. Mai an einem Schnupperkurs für moderne Molekularbiologie teilgenommen. Vier Tage lang führten wir, jeweils zu zweit, in Kittel und Handschuhen die Klonierung eines Viren-Gens in ein Plasmid, welches wir anschließend in E.coli, unsere Darmbakterien, durch Transformation einsetzten, durch. Dabei lernten wir, wie man grundlegende molekularbiologische Techniken, wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zur Vervielfältigung von DNA oder die Gelelektrophorese zum Überprüfen/Extrahieren von Produkten, anwendet. Mit unserem Gesamtexperiment, lediglich anderen DNA-Sequenzen und Bakterien, stellt man beispielsweise Insulin für Diabetiker her: Die Bakterien mit den gen-veränderten Plasmiden können unter Züchtung dieses und andere Proteine effizient produzieren. Um das und viel mehr zu erfahren sind wir frühs mit der S-Bahn von der Jugendherberge am Stadtrand ins Zentrum Heilbronns an die Experimenta gefahren. Sie ist quasi ein interaktives Museum mit verschiedenen Themenbereichen (z.B. Technik & Innovation) für jung und alt. In einem von dessen Schülerlaboren arbeiteten wir mit einer Molekularbiologin bis in den späten Nachmittag an den Versuchen. Abends fand ein Plenum mit unserer Betreuerin statt, bei dem wir Eindrücke vom Tag austauschen konnten. Am zweiten Abend sind wir alle zusammen in die Kletterhalle gegangen. Das war echt toll! Ich hatte auch deshalb so viel Spaß, weil ich nette Mädchen und Jungen kennengelernt habe, die von Anfang an sehr offen waren, und wir als Gemeinschaft richtig zusammengewachsen sind. Das Camp hat die Erwartungen von allen übertroffen; mich hat es für die molekularbiologische Forschung und die Laborarbeit fasziniert.

Ich würde jederzeit wieder bei MINT-EC-Veranstaltungen teilnehmen und empfehle es auch weiter, diese Chance im Rahmen unserer Schule wahrzunehmen.

Jana Scherg, 10b

 

 

Aussengrafik1
Aussengrafik2
Aussengrafik3
Aussengrafik4