Was bedeutet MINT?


Seit einigen Jahren werden die Fächer Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik) und Technik-Wahlkurse unter dem Begriff MINT zusammengefasst.

Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium bietet hierzu die Ausbildungsrichtung Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium (NTG)an, die einen Schwerpunkt in MINT-Fächern vorsieht. Um den Schülerinnen und Schülern, als auch den Lehrkräften, im MINT-Bereich ein größeres Spektrum an Angeboten bieten zu können hat sich das Gymnasium 2013 dem Verein mathematisch - naturwissenschaftliche Excellence - Center an Schulen (MINT - EC) angeschlossen.

Im November 2015 wurde uns der Status der Vollmitgliedschaft zugesprochen. Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium wurde als „Leuchtturm der Region“ bezeichnet und die Bewerbung hat die Jury „vollends überzeugt“.


Wir freuen uns, dass unsere Angebote und die Arbeit in den MINT-Fächern geschätzt werden, so dass wir im MINT-EC-Netzwerk aktiv teilnehmen dürfen. Das bringt viele Vorteile für Schüler/innen und Lehrkräften mit sich.



Erste Früchte dieser Mitgliedschaft und viele (traditionelle) Aktivitäten können in den folgenden Berichten nachgelesen werden:






MINT-EC: Virtueller Besuch beim deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)


Die drei MINT-EC-Gymnasien des Landkreises zeigen, dass auch in Pandemie-Zeiten innovativer Unterricht möglich ist. Im letzten Schuljahr starteten das Johann-Schöner-Gymnasium, das Balthasar-Neumann Gymnasium und das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium zusammen mit dem MINT-EC-Netzwerk eine spezielle Veranstaltungsreihe für Schülerinnen und Schüler mit besonders ausgeprägtem Talent und Interesse im Bereich der Naturwissenschaften sowie der Informatik und der Mathematik.

Trotz der widrigen Bedingungen in diesem Schuljahr gelang es den drei Kursleitern Dr. Johannes Günther, Frederic Rose und Christian Schmidt erneut ein attraktives Programm zusammenzustellen. Einen besonderen Höhepunkt stellen die Besuche bei externen Partnern dar.

Am 4. Mai waren wir beim deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhoffen zu Gast, aufgrund der momentanen Einschränkungen natürlich nur in virtueller Form.
In einem Vortrag über das Gebiet der Infrarot-Strahlung erläuterte die Referentin Laura Meixner, wie es dem Zentrum für satellitengestützte Krisenintervention (ZKI) gelingt mit Hilfe der Infrarot-Strahlungserfassung durch Satelliten wichtige Beobachtungen von Prozessen auf der Erde zu machen.So erfasst der Satellit Sentinel 6 beispielsweise mit Hilfe der Infrarot-Strahlung Höhenunterschiede auf der Erdoberfläche und kann somit Aussagen über die längerfristige Erhöhung des Meeresspiegels treffen oder auch bei der Beobachtung von regionalen Hochwasserereignissen wichtige Informationen für die Planungen der Helfer vor Ort liefern. Die Firebird-Satelliten erfassen Infrarot-Strahlung von der Erde mit der Aufgabe nach ausgebrochenen Waldbränden und deren Brandherden zu suchen. Eine rein optische Suche aus der Höhe ergibt hier nur bedingt Sinn, da durch die enorme Rauchentwicklung die eigentlichen Brandstellen oftmals nicht ortbar ist.



Aufgelockert wurde der Vortrag durch kleine Experimente. So wurde demonstriert, dass sich Kieselsteine und Teer deutlich stärker durch Wärmebestrahlung aufheizen als feuchte Erde oder Moos. Dieser Modellversuch demonstriert vereinfacht einen Effekt, der dazu beiträgt, dass in Gebieten mit starker Flächenversiegelung eine höhere Durchschnittstemperatur vorherrscht als in ländlichen Bereichen. Des Weiteren wurde die Auswirkungen der großflächigen Regenwaldrodung thematisiert.




Als großes Finale nahmen wir an einer Führung durch das deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) teil. Frau Meixner lieferte Einblicke in die Kontrollräume, berichtete über den dortigen wissenschaftlichen Alltag und erzählte kleine Anekdoten vom Alltag auf der internationalen Raumstation (ISS). Diese wird am GSOC scherzhalber die schnellste WG der Welt genannt, da sie die Erde mit einer Bahngeschwindigkeit von ungefähr 28 000 km/h umrundet.



Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte freuten sich über einen informativen und unterhaltsamen Nachmittag und sind sich sicher, dass ein Besuch vor Ort in Oberpfaffenhofen absolut lohnenswert sein wird.

Christian Schmidt


 

 

 

Siegerinnen des Wettbewerbs „Experimente antworten“ geehrt


Drei Schülerinnen des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums Lohr haben trotz widriger Umstände in der zweiten Runde des landesweiten Wettbewerbs „Experimente antworten“ durch herausragendes Forschen geglänzt. Während der Schulschließung im Frühjahr 2020 haben Katrin Kimmelmann, Lara Ihls und Lena Bartel (alle 7c) sehr engagiert experimentiert und erhalten für die Teilnahme das bestmögliche Prädikat der Wettbewerbskommission. Sie haben „mit großem Erfolg“ teilgenommen. Als zusätzliche Wertschätzung erhalten die drei Schülerinnen jeweils ein Molekülbau-Set. Katrin, Lara und Lena sind drei Schülerinnen von insgesamt ca. 2800, die bayernweit an dem Landeswettbewerb teilgenommen haben. Herzlichen Glückwunsch.

Auf dem Bild vorne von rechts Katrin Kimmelmann, Lara Ihls und Lena Bartel, hinten Schulleiter
Dr. Rottenbacher und die betreuende Lehrkraft Fr. Vetter.

 

 

MINT-EC-Zertifikate-2020


„Was in den Bären steckt!“ von Marc Hofstötter und „Herstellung von Acetylsalicylsäure aus Weidenrinde" von Philipp Zorn sind nur zwei Beispiele von Seminararbeiten im W-Seminar Chemie unter dem Titel „Chemisches Tüfteln". Auch das W-Seminar „Smartphone Physics" im Fach Physik stand bei den diesjährigen Abiturienten des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums hoch im Kurs. Dort wurde der Einsatz eines Smartphones unter physikalischen Gesichtspunkten an selbst gewählten Thematiken wissenschaftlich und praktisch untersucht. Hierbei entstanden z.B. eine Wetterstation oder eine Wägestelle für einen Bienenstock.

Die Belegung eines solchen W-Seminars ist ein wichtiger Eckpfeiler zum Erwerb des MINT-EC-Zertifikats, das die MINT-Leistungen der Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schullaufbahn bündelt und dokumentiert. Es wird vergeben vom nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC und zählt bundesweit zu den bedeutesten Auszeichnungen schulischer Aktivitäten im MINT-Bereich.

Dieser Abiturjahrgang darf stolz darauf sein, dass gleich vier Abiturienten dieses Zertifikat im Rahmen der Abiturfeier mit dem Reifezeugnis überreicht bekamen.

Marc Hofstötter, Daniel Keßelring, Benedikt Vormwald und Philipp Zorn dürfen sich freuen, das MINT-EC-Zertifikat in der zweit höchsten Wertung „mit besonderem Erfolg“ in Händen zu halten und evtl. für ihren zukünftigen beruflichen Werdegang nutzen zu können.

Wir gratulieren herzlich.

 

von links nach rechts: Marc Hofstötter, Daniel Keßelring, Philipp Zorn, Benedikt Vormwald

 

 

Aussengrafik1
Aussengrafik2
Aussengrafik3
Aussengrafik4
                             

Beim Zugriff auf dieses Internetangebot werden von uns Cookies (kleine Dateien) auf Ihrem Gerät gespeichert, die für die Dauer Ihres Besuches auf der Internetseite gültig sind („session-cookies“). Wir verwenden diese ausschließlich während Ihres Besuchs unserer Internetseite. Die meisten Browser sind so eingestellt, dass sie die Verwendung von Cookies akzeptieren, diese Funktion kann aber durch die Einstellung des Internetbrowsers von Ihnen für die laufende Sitzung oder dauerhaft abgeschaltet werden. Nach Ende Ihres Besuches wird Ihr Browser diese Cookies automatisch löschen. Für weitere Informationen siehe unsere Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere die Cookies dieser Website