MINT-EC: Virtueller Besuch beim deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)


Die drei MINT-EC-Gymnasien des Landkreises zeigen, dass auch in Pandemie-Zeiten innovativer Unterricht möglich ist. Im letzten Schuljahr starteten das Johann-Schöner-Gymnasium, das Balthasar-Neumann Gymnasium und das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium zusammen mit dem MINT-EC-Netzwerk eine spezielle Veranstaltungsreihe für Schülerinnen und Schüler mit besonders ausgeprägtem Talent und Interesse im Bereich der Naturwissenschaften sowie der Informatik und der Mathematik.

Trotz der widrigen Bedingungen in diesem Schuljahr gelang es den drei Kursleitern Dr. Johannes Günther, Frederic Rose und Christian Schmidt erneut ein attraktives Programm zusammenzustellen. Einen besonderen Höhepunkt stellen die Besuche bei externen Partnern dar.

Am 4. Mai waren wir beim deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhoffen zu Gast, aufgrund der momentanen Einschränkungen natürlich nur in virtueller Form.
In einem Vortrag über das Gebiet der Infrarot-Strahlung erläuterte die Referentin Laura Meixner, wie es dem Zentrum für satellitengestützte Krisenintervention (ZKI) gelingt mit Hilfe der Infrarot-Strahlungserfassung durch Satelliten wichtige Beobachtungen von Prozessen auf der Erde zu machen.So erfasst der Satellit Sentinel 6 beispielsweise mit Hilfe der Infrarot-Strahlung Höhenunterschiede auf der Erdoberfläche und kann somit Aussagen über die längerfristige Erhöhung des Meeresspiegels treffen oder auch bei der Beobachtung von regionalen Hochwasserereignissen wichtige Informationen für die Planungen der Helfer vor Ort liefern. Die Firebird-Satelliten erfassen Infrarot-Strahlung von der Erde mit der Aufgabe nach ausgebrochenen Waldbränden und deren Brandherden zu suchen. Eine rein optische Suche aus der Höhe ergibt hier nur bedingt Sinn, da durch die enorme Rauchentwicklung die eigentlichen Brandstellen oftmals nicht ortbar ist.



Aufgelockert wurde der Vortrag durch kleine Experimente. So wurde demonstriert, dass sich Kieselsteine und Teer deutlich stärker durch Wärmebestrahlung aufheizen als feuchte Erde oder Moos. Dieser Modellversuch demonstriert vereinfacht einen Effekt, der dazu beiträgt, dass in Gebieten mit starker Flächenversiegelung eine höhere Durchschnittstemperatur vorherrscht als in ländlichen Bereichen. Des Weiteren wurde die Auswirkungen der großflächigen Regenwaldrodung thematisiert.




Als großes Finale nahmen wir an einer Führung durch das deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) teil. Frau Meixner lieferte Einblicke in die Kontrollräume, berichtete über den dortigen wissenschaftlichen Alltag und erzählte kleine Anekdoten vom Alltag auf der internationalen Raumstation (ISS). Diese wird am GSOC scherzhalber die schnellste WG der Welt genannt, da sie die Erde mit einer Bahngeschwindigkeit von ungefähr 28 000 km/h umrundet.



Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte freuten sich über einen informativen und unterhaltsamen Nachmittag und sind sich sicher, dass ein Besuch vor Ort in Oberpfaffenhofen absolut lohnenswert sein wird.

Christian Schmidt


 

 

 

Girls Day + Boys Day


Liebe Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10,


Am 22. April 2021 finden wieder die zwei bundesweiten Aktionstage zur geschlechterspezifischen Berufs- und Lebensorientierung für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis einschließlich 10 statt:

 

Der Girls´ Day – Mädchen-Zukunftstag”

 Gibt Schülerinnen die Möglichkeit Berufe aus den Bereichen IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennenzulernen, in denen Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind.

Angebote in Bayern und weitere Informationen sind unter: https://www.girls-day.de zu finden.

 

 

Der Boys´ Day – Jungen-Zukunftstag”

 Gibt Schülern die Möglichkeit Dienstleistungsberufe (z.B. in den Bereichen Erziehung, Soziales, Gesundheit und Pflege) kennenzulernen, in denen vergleichsweise wenig Männer arbeiten.

Angebote in Bayern und weitere Informationen sind unter: https://www.boys-day.de zu finden.

 

 Viele Firmen werden für die beiden Aktionstage in diesem Jahr vor allem digitale Formate bereitstellen, um wertvolle Einblicke in ihre Arbeit zu gewähren. Ob Besuche in den Firmen vor Ort möglich sein werden, ist derzeit nicht absehbar (abhängig auch von den Unternehmen).

 

Bei Interesse einfach über die entsprechenden Links oben informieren.

Bei Rückfragen stehen auch die bundesweiten Koordinierungsstellen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

 

 

Viel Spaß beim Entdecken!

Stefan Lausberger, StR

Koordinator berufliche Orientierung

 

 

Das FLvEG gegen Vorurteile


„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
FLVEG gegen Vorurteile

„Über Vorurteile aufklären“, unter diesem Motto meldeten sich zwölf Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums zum P-Seminar Biologie bei Fr. Siemund an. Zu Anfang mussten wir dieses große Thema erst einmal auf uns wirken lassen und näher definieren. Unser Hauptziel dieses Seminars ist es, die Menschen und vor allem auch unsere Schüler zum eigenständigen Nachdenken zu bewegen und zur Bildung einer eigenen Meinung über dieses Thema anzuregen. Vorurteile und Schubladendenken sind in unserer heutigen Gesellschaft nämlich sehr präsent und tragen häufig zu negativen Bildern gegenüber unbekannten Menschen und Personengruppen bei. Es gab viele Vorschläge und Diskussionen darüber, welche Menschen besonders unter Vorurteilen leiden und warum wir genau diese näher beleuchten sollten. Letztendlich konnten wir uns dann auf folgende Gruppen einigen und begannen in kleinen Arbeitskreisen mit der Materialbeschaffung und dem Sammeln der Informationen:
Homosexualität ist ein wichtiges Thema, da in unserer heutigen Gesellschaft zwar per Gesetz die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt ist, aber viele Personen sich dennoch nicht trauen offen mit ihrer Homosexualität umzugehen, aus Angst davor ausgegrenzt oder angefeindet zu werden. Es wurde auch eine Umfrage via Instagramm durchgeführt, in der die Nutzer gebeten wurden, ihre Geschichte über Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund ihrer Sexualität zu teilen. Diese Umfrage erfreute sich großen Zuspruchs, sodass viele verschiedene Sichtweisen und Situationen aus dem täglichen Leben zusammengetragen werden konnten, in denen uns Menschen über den meist negativen Umgang mit ihrer Sexualität berichteten.
Ferner war es uns auch sehr wichtig psychische Krankheiten zu beleuchten. Da dieses Thema sehr weitläufig war, musste zuerst besprochen werden, mit welchen Krankheiten man sich im Detail beschäftigen möchte. Depressionen, Schizophrenie, Essstörungen und Suchterkrankungen fanden großes Interesse, da man den Menschen, welche davon betroffen sind, oft nicht so leicht oder überhaupt nicht ansehen kann, dass sie an einer dieser Krankheiten leiden. Wir wandten uns auch mit einem Schreiben an das Bezirkskrankenhaus in Lohr am Main und die Selbsthilfegruppe des Bayrischen Roten Kreuzes. Ziel war es, mehr über Menschen mit einer solchen Krankheit und deren Schicksale herauszufinden. Hierbei stellten wir fest, dass die Informationsbeschaffung sehr viel schwieriger war als wir uns das vorgestellt hatten, da sich Betroffene nicht in die Öffentlichkeit wagen wollten. Nur durch die zugesicherte Anonymität, waren die Menschen bereit, mit uns in Kontakt zu treten. Wir zogen daraus das Fazit, dass Menschen mit einer psychischen Erkrankung einen sehr schweren Stand in unserer Gesellschaft haben müssen, wenn keiner bereit ist, öffentlich darüber zu sprechen. Wir haben betroffene Menschen gefragt, ob wir mit unserer Einschätzung richtig liegen. Deren Antworten und Erfahrungsberichte haben uns in unserer Meinung bestärkt und betroffen gemacht.
Der letzte Arbeitskreis beschäftigte sich mit Menschen, die nicht den allgemeinen, von der Gesellschaft aufgestellten Normen entsprechen. Wir fassten diese unter dem Motto „Menschen ohne Mainstream“ zusammen. Hierzu wurden in erster Linie Informationen aus dem Internet herangezogen und Bilddateien analysiert und betrachtet, um mehr über Menschen herauszufinden, die beispielsweise anders aussehen oder eine ungewöhnliche Lebenseinstellung haben und welchen Stand diese in unserer Gesellschaft haben.
Durch kurze Videos mit knappem Inhalt und unseren gesammelten Informationen, die auf unserer Schulhomepage präsentiert werden, versuchen wir nun eine breite Masse an Schülern und einige Eltern zu erreichen. Wir erhoffen uns somit, unsere Mitschüler anzuregen, sich mit diesen Themen zu befassen und für sich die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Unsere Schule ist nämlich eine „Schule ohne Rassismus, eine Schule mit Courage“, und wir hoffen, durch unser Engagement einen Beitrag dazu leisten zu können.

 

 

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