Aus der Sicht eines Betroffenen: Informationen zum Thema „Organspende“ durch Stefan Endrich vor Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe


Sommer 2008 - EM in Würzburg, Gold im Mini-Marathon. 2011 - Radtour nach Leiden. August 2019 - Weltspiele in England, Bronze im Dartmixed. August 2022 - EM in Oxford...Bronze im Dart Einzel und Silber im Bowling Dopper. Wer diese Stationen des 60-jährigen Stefan Endrich anhand der Bilder auf seiner PowerPoint-Präsentation miterlebt, fragt sich, wie er die sportlichen Erfolge erringen konnte. Denn: Herr Endrich ist Organspende-Empfänger.

Bereits zwei Nierentransplantationen hat Endrich hinter sich, seit man ihm als 26 Jahre jungem Mann mitgeteilt hatte, dass er unter Umständen nicht mehr lange zu leben habe. Doch er hatte Glück, dass er bereits nach 16 Monaten Dialyse erstmals ein Spenderorgan erhalten konnte, beide Transplantationen jeweils gut verliefen und er so ein relativ normales Leben führen konnte. Auch wenn dies mit Einschränkungen verbunden ist, sieht er es als seine Aufgabe an, diesem Geschenk des Lebens gerecht zu werden. Deshalb besucht er beispielsweise Schulen, Seniorenheime und Vereine, um dort aus der Sicht eines Betroffenen zu berichten.

In seinem Vortrag vor den Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe informiert er sehr anschaulich, offen und authentisch über die Lebenssituation von Menschen mit einer Nierenerkrankung und darüber, welche Maßnahmen vor bzw. nach einer Transplantation nötig sind. Er erläutert sehr sachlich, welche Organe und Gewebe generell gespendet werden können und wie die Abläufe sowie die rechtlichen Regelungen bei einer Organentnahme und - spende sind. Ein klein wenig emotional wird Endrich, wenn es um die Situation in Deutschland geht, wo die Zahl der gespendeten Organe weit unter dem Niveau der europäischen Nachbarländer liegt. Er selbst sieht die erweiterte Zustimmungslösung kritisch, da weniger als die Hälfte der Befürworter letztlich einen Organspendeausweis besitzt. Immer wieder betont er aber, dass jeder individuell für sich selbst eine Entscheidung treffen müsse - und diese Entscheidung auch in der Familie kommunizieren solle. Es sei Aufgabe eines jeden, sich zu informieren, denn: „Wissen hilft entscheiden.“
   

 

 

2. Kinder- und Jugendliteraturfestival in Lohr


Über 2000 Kinder und Jugendliche beteiligten sich im Oktober am 2. Kinder- und Jugendliteraturfestival in Lohr am Main und wieder waren renommierte Autorinnen und Autoren zu sehen und zu hören.

Am Vorabend der Veranstaltungen wurde der Lohrer Jugendliteraturpreis an Suza Kolb für das Werk „Und zwischen uns eine Mauer“ verliehen. Das Jugendbuch befasst sich mit dem geteilten Deutschland zu DDR- und BRD-Zeiten und wie Jugendliche diese Zeit damals erlebten.

Die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe lauschten am Freitag, 7. Oktober 2022 in der Stadthalle dem Vortrag von Anna Ruhe aus deren neuestem Werk „Die Duftakademie“, das zu dieser Zeit noch gar nicht in den Buchhandlungen verfügbar war. Die Kinder hörten gebannt zu und waren sehr interessiert. Sie stellten der Autorin im Anschluss an die Lesung viele Fragen.

Die Jugendlichen der 10. bis 12. Jahrgangsstufe erlebten Tobias Schrödel, Deutschlands ersten IT-Comedian und Comedy-Hacker, der auf lustige und humorvolle Weise über die Tücken des Netzes berichtete.

In der darauffolgenden Woche war schließlich Roland Spranger zu Gast in der Aula des Gymnasiums. Der in Hof lebende (Krimi-)Autor, Schauspieler und Regisseur trug zwei seiner tiefgründigen Kurzgeschichten („Teamgeist“ und „Auspuff“) sehr lebendig und unterhaltsam der 9. Jahrgangsstufe vor.

Unser Dank gilt vor allem Krystyna Kuhn (Kulturinitiative Lohr), aber auch dem Kulturamt und der Stadt Lohr, die es möglich gemacht haben, dass die Schülerinnen und Schüler kostenfrei die Veranstaltungen besuchen konnten. Freude am Lesen und Leseförderung sind gesichert.

(Text: Andrea Pöschl, Fotos von Anna Ruhe und Tobias Schrödel: Thomas Kohnle / Copyright; Fotos von Roland Spranger: Andrea Pöschl)



 

 

Gymnasium Lohr erhält Berufswahlsiegel 2022


Aufgrund unserer langjährigen Leistungen im Bereich Berufs- und Studienorientierung wurden wir nun mit dem Berufswahlsiegel Bayern ausgezeichnet!
Diese Auszeichnung tragen in Unterfranken lediglich 5 Gymnasien. Wir sind daher sehr stolz, dass unsere Arbeit damit gewürdigt wird!
 
(Foto: Tim Ruppert; Schulleiter OStD Berd Rottenbacher, KBO StR Stefan Lausberger, Fachleiter Wirtschaft und Recht OStR Martin Hofmann)
 

 

 

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