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erster Schultag

Jungen werden zu Helden… - Lesung mit THiLO


Jungen werden zu Helden…

Lesung mit THiLO im Alten Rathaus in Lohr am Main

Die meisten Jungs im Alter ab 8 Jahren kennen den Autor THiLO und seine Bücher. Seit der Erscheinung der Erzählung „Die Jagd nach dem Leuchtkristall“ im Rahmen der Aktion „Schenk mir ein Buch“ zum Welttag des Buches 2014 haben wohl auch schon einige Mädchen Texte dieses Autors gelesen.

Weibliche Hauptfiguren tauchen in der neuesten Abenteuer-Reihe zwar (noch) nicht auf, dennoch hörten auch die Mädchen der 5. und 6. Jahrgangsstufe von Gymnasium und Mittelschule gespannt zu, als THiLO aus den „Animal Heroes“ las. Im ersten Band „Falkenflügel“ steht Pepe im Mittelpunkt des fantastischen Geschehens. Er kann fliegen, wenn er mit seinem Falken Horus zusammen ist. Doch ob diese Fähigkeit ausreicht, um die Beast Boys zu besiegen und Mojo, der ebenfalls eine Metamorphose durchlaufen und besondere Fähigkeiten hat, aus deren Fängen zu befreien, das erfuhren die Schülerinnen und Schüler nicht. Es bleibt also spannend, sollten die Kinder das Buch oder die weiteren Bände, bei denen jeweils eine andere Figur der Animal Heroes-Gruppe im Mittelpunkt steht, selbst lesen wollen.

Im auf die Lesung folgenden Gespräch lüftete THiLO das „Geheimnis“ um seinen Autornamen: Er wurde einfach von seinen Eltern mit diesem Vornamen benannt – kein Künstlername also. Den Großteil seiner Kindheit verbrachte er in der elterlichen Buchhandlung, wollte aber zunächst Journalist und nicht Schriftsteller werden. Auch weitere Fragen beantwortete der Autor, zum Beispiel wie lange er an einem Buch schreibe, wie er auf die Ideen für seine Bücher komme. Die Idee zu „Animal Heroes“ entwickelte THiLO mit seinem Sohn, den er einfach gefragt habe, was er denn gerne einmal lesen wolle bzw. welches Thema in einem Kinder-und Jugendbuch noch fehle.

Die Lesung selbst wurde von der Stadtbibliothek organisiert. THiLOs Bücher kann man auch hier ausleihen. Die Sommerferien nahen, also viel Zeit zum Schmökern!

Andrea Pöschl



 

 

Molekularbiologie in Dortmund (MINT)


Molekularbiologie in Dortmund (MINT)

Mehrere Tage lang hatten drei Lehrlinge im Dortmunder Werk der Bayer AG nicht anderes zu tun, als Hunderte von Agar-Platten zu gießen. Das Gelantine-ähnliche Gel diente als Nährstoffboden für Mikroorganismen, mit denen es Lysander Pleier aus Neustadt und 15 weitere Schüler aus ganz Deutschland, den USA und der Türkei zu tun bekamen. Im Rahmen des  MINT-EC-Camps „Molekularbiologie“ impften sie diese mit Bakterien und Hefepilzen. In langen Experimentreihen sollten sie dann bestimmen, um welche Organismen es sich handelt, wie stark die Lösung konzentriert war und welche der Impftechniken, die ihnen beigebracht worden waren, welchem Zweck dienen.

„Allein dieser Aufwand ist schon enorm“, zeigte sich der Zehntklässler des Franz-Ludwig-von Erthal-Gymnasiums in Lohr beeindruckt. „Man muss sehr, sehr vorsichtig sein beim Experimentieren im Labor.“ Zu schaffen gemacht hat dem 15-Jährigen auch die Hitze: Stundenlang brannte vor jedem der 16 Schüler ein Bunsenbrenner, um die Impf-Ösen zu desinfizieren und die Raumluft möglichst keimfrei zu halten.

Weitere unterfränkische Vertreter kamen vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt und vom Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg. Zu Gast waren sie im Dortmunder Heisenberg-Gymnasium, das mit seinem „Laborgarten“ über eine hochschulähnliche Ausstattung verfügt. Mit Hilfe einer Zentrifuge isolierten die MINT-Schüler zum Beispiel unbekannte DNA-Proben, um sie anschließend mit der in der Oberstufe verankerten PCR (polymerase chain reaction) zu Vervielfältigen und zu Sequenzieren. Nach zwei Arbeitstagen konnte Pleier feststellen: Bei seiner Probe handelte es sich zweifelsfrei um Rindfleisch, das einer der drei für dieses Camp abgestellten Lehrer einem Burger entnommen hatte.

Auch die Freizeit des Schülers gestaltete sich sehr angenehm. Abwechslung zum Labor boten Exkursionen zum deutschen Fußballmuseum und zur Arbeitsweltausstellung DASA. Die Abende, an denen sich die Schüler beim Pokerspielen oder am Billardtisch besser kennen lernten, gingen oft in nächtliche Gespräche über Gott und die Welt. „Einer meiner Highlights war tatsächlich so viele MINT interessierte und kluge Schüler zu treffen, mit ihnen zu diskutieren und überaschenderweise auch neue Freundschaften zu schließen“ schloss Pleier.

Zum Programmpunkt gehörte auch eine Führung durch das Werk Bergkamen der Bayer AG, die dieses MINT-Camp unterstützte.

 

MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Zu den derzeit 316 zertifizierten Schulen, die bei diesem Excellence-Schulnetzwerk zertifiziert sind, gehören neben dem Lohrer Gymnasium auch jene in Karlstadt und Marktheidenfeld.


 

 

MINT-EC-Camp


Von der Rohstoffgewinnung mittels autonomer Roboter untertage, über die Herstellung von Glas, bis hin zur Aufbereitung von Müll in Deponien

 

Vom 7. bis 10. Mai haben sich zehn Mädchen und zehn Jungen der Klassenstufen zehn bis zwölf der MINT-EC-Schulen aus ganz Deutschland mit dem facettenreichen Thema des Rohstoffkreislaufs beschäftigt. Als Schülerin des Franz-Ludwig-von-Erthal Gymnasiums aus Lohr nahm auch ich an diesem MINT-EC-Camp unter dem Titel „Sustainability in Resource Engineering – Der Weg von der Gewinnung bis zum Recycling“ an der RWTH Aachen University teil.

Die Woche war gegliedert nach dem Ablauf des Rohstoffkreislaufs. So begannen wir am Tag der Anreise in Aachen mit der Thematik der Gewinnung von Rohstoffen in untertägigen Hohlräumen mithilfe von Robotern. Diese werden speziell hierfür konzipiert, da die ungünstigen Bedingungen für den Menschen schädlich und gefährlich sein könnten.

Des Weiteren verfolgten wir den Kreislauf vom Glas und dessen Produkten zu dessen Aufbereitung und Wiederverwendung. Mehrere Labore wurden besichtigt und es konnten Trenn- und Aufbereitungsverfahren kennengelernt werden.

Am Entsorgungszentrum Leppe wurden wir u.a. über die Entstehung von Deponiegas aufgeklärt und wir beschäftigten uns mit der Energiewende und der damit zusammenhängenden Automobilindustrie.

Die lehrreiche und gesellige Woche endete mit unseren Gruppen-Präsentationen über die einzelnen Themengebiete der Woche. Meine Aufgabe war es, die Gründe der Entstehung von Deponiegas (Methangas) und die heutige Aufbereitungsverpflichtung zur Lagerung des Mülls auf einer Deponie zu beschreiben.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Erfahrung dieser Woche mein Leben sehr bereichert haben und ich viel dazu gelernt habe. Folglich würde ich auch aufgrund des Kennenlernens verschiedener sympathischer Menschen dieses Camp wärmstens weiterempfehlen.

 

Fieneke Klebsch

10b






 

 

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