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18.08.2019-09.09.2019
Sommerferien
10.09.2019
erster Schultag

Molekularbiologie in Dortmund (MINT)


Molekularbiologie in Dortmund (MINT)

Mehrere Tage lang hatten drei Lehrlinge im Dortmunder Werk der Bayer AG nicht anderes zu tun, als Hunderte von Agar-Platten zu gießen. Das Gelantine-ähnliche Gel diente als Nährstoffboden für Mikroorganismen, mit denen es Lysander Pleier aus Neustadt und 15 weitere Schüler aus ganz Deutschland, den USA und der Türkei zu tun bekamen. Im Rahmen des  MINT-EC-Camps „Molekularbiologie“ impften sie diese mit Bakterien und Hefepilzen. In langen Experimentreihen sollten sie dann bestimmen, um welche Organismen es sich handelt, wie stark die Lösung konzentriert war und welche der Impftechniken, die ihnen beigebracht worden waren, welchem Zweck dienen.

„Allein dieser Aufwand ist schon enorm“, zeigte sich der Zehntklässler des Franz-Ludwig-von Erthal-Gymnasiums in Lohr beeindruckt. „Man muss sehr, sehr vorsichtig sein beim Experimentieren im Labor.“ Zu schaffen gemacht hat dem 15-Jährigen auch die Hitze: Stundenlang brannte vor jedem der 16 Schüler ein Bunsenbrenner, um die Impf-Ösen zu desinfizieren und die Raumluft möglichst keimfrei zu halten.

Weitere unterfränkische Vertreter kamen vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt und vom Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg. Zu Gast waren sie im Dortmunder Heisenberg-Gymnasium, das mit seinem „Laborgarten“ über eine hochschulähnliche Ausstattung verfügt. Mit Hilfe einer Zentrifuge isolierten die MINT-Schüler zum Beispiel unbekannte DNA-Proben, um sie anschließend mit der in der Oberstufe verankerten PCR (polymerase chain reaction) zu Vervielfältigen und zu Sequenzieren. Nach zwei Arbeitstagen konnte Pleier feststellen: Bei seiner Probe handelte es sich zweifelsfrei um Rindfleisch, das einer der drei für dieses Camp abgestellten Lehrer einem Burger entnommen hatte.

Auch die Freizeit des Schülers gestaltete sich sehr angenehm. Abwechslung zum Labor boten Exkursionen zum deutschen Fußballmuseum und zur Arbeitsweltausstellung DASA. Die Abende, an denen sich die Schüler beim Pokerspielen oder am Billardtisch besser kennen lernten, gingen oft in nächtliche Gespräche über Gott und die Welt. „Einer meiner Highlights war tatsächlich so viele MINT interessierte und kluge Schüler zu treffen, mit ihnen zu diskutieren und überaschenderweise auch neue Freundschaften zu schließen“ schloss Pleier.

Zum Programmpunkt gehörte auch eine Führung durch das Werk Bergkamen der Bayer AG, die dieses MINT-Camp unterstützte.

 

MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Zu den derzeit 316 zertifizierten Schulen, die bei diesem Excellence-Schulnetzwerk zertifiziert sind, gehören neben dem Lohrer Gymnasium auch jene in Karlstadt und Marktheidenfeld.


 

 

MINT-EC-Camp


Von der Rohstoffgewinnung mittels autonomer Roboter untertage, über die Herstellung von Glas, bis hin zur Aufbereitung von Müll in Deponien

 

Vom 7. bis 10. Mai haben sich zehn Mädchen und zehn Jungen der Klassenstufen zehn bis zwölf der MINT-EC-Schulen aus ganz Deutschland mit dem facettenreichen Thema des Rohstoffkreislaufs beschäftigt. Als Schülerin des Franz-Ludwig-von-Erthal Gymnasiums aus Lohr nahm auch ich an diesem MINT-EC-Camp unter dem Titel „Sustainability in Resource Engineering – Der Weg von der Gewinnung bis zum Recycling“ an der RWTH Aachen University teil.

Die Woche war gegliedert nach dem Ablauf des Rohstoffkreislaufs. So begannen wir am Tag der Anreise in Aachen mit der Thematik der Gewinnung von Rohstoffen in untertägigen Hohlräumen mithilfe von Robotern. Diese werden speziell hierfür konzipiert, da die ungünstigen Bedingungen für den Menschen schädlich und gefährlich sein könnten.

Des Weiteren verfolgten wir den Kreislauf vom Glas und dessen Produkten zu dessen Aufbereitung und Wiederverwendung. Mehrere Labore wurden besichtigt und es konnten Trenn- und Aufbereitungsverfahren kennengelernt werden.

Am Entsorgungszentrum Leppe wurden wir u.a. über die Entstehung von Deponiegas aufgeklärt und wir beschäftigten uns mit der Energiewende und der damit zusammenhängenden Automobilindustrie.

Die lehrreiche und gesellige Woche endete mit unseren Gruppen-Präsentationen über die einzelnen Themengebiete der Woche. Meine Aufgabe war es, die Gründe der Entstehung von Deponiegas (Methangas) und die heutige Aufbereitungsverpflichtung zur Lagerung des Mülls auf einer Deponie zu beschreiben.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Erfahrung dieser Woche mein Leben sehr bereichert haben und ich viel dazu gelernt habe. Folglich würde ich auch aufgrund des Kennenlernens verschiedener sympathischer Menschen dieses Camp wärmstens weiterempfehlen.

 

Fieneke Klebsch

10b






 

 

Wieder mal daheim - Lesung und Werkstattgespräch mit Dr. Stefanie Gregg (geb. Hüttinger)


Wieder mal daheim

Lesung und Werkstattgespräch mit Dr. Stefanie Gregg (geb. Hüttinger)

Sie habe am FLvEG zusammen mit jetzigen Schulleiter Dr. Rottenbacher das Abitur abgelegt. Nun sitze sie auf der Bühne in der Aula auf dem Platz, der ihr sehr lieb geworden sei, wo sie, wie sie selbst sagt, „geworden ist, was sie ist“ - nämlich Schriftstellerin. Mit diesen Gedanken beginnt Dr. Stefanie Gregg ihre Lesung vor der 10. Jahrgangsstufe und einer 8. Klasse des Gymnasiums.

Und damit hat die in der Nähe von München lebende Autorin die Aufmerksamkeit der jungen Zuhörer bereits gewonnen. Weiter berichtet Stefanie Gregg (geb. Hüttinger) davon, dass sie hier, an dieser Schule, Literatur kennen und lieben gelernt habe, Mitglied der Schülerzeitung gewesen sei, deren durchaus politische und kritische Artikel bei der damaligen Schulleitung nicht immer gut angekommen seien. Das Verfassen von Texten habe sie auch nach ihrer Schulzeit bis heute begleitet: zunächst beim Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Philosophie, dann in den beruflichen Anstellungen bei Bertelsmann und in einer Unternehmensberatung, jetzt bei ihrer Tätigkeit als freiberufliche Autorin von Romanen und Krimis. Was sie selbst am Schreiben reize, sei, dass man damit ausdrücken könne, was einem am Herzen liege.

Dass ihr nicht nur das Schreiben ein Herzensanliegen ist, sondern auch die Geschichten, die sie dadurch zu Papier bringt, merkt man an jedem Wort: Den Plot für ihre erste, als Buch veröffentlichte Geschichte findet sie in der Lebenssituation des Besitzers eines Bauernhofs, wo Gregg mit ihrer Familie Urlaub machte. Die persönliche Begegnung mit einem Bulgaren, dessen Bericht über die Briefe der Mutter aus Deutschland - auf weißem Papier -, dessen Suche nach der Mutter sowie die Flucht aus einem kommunistischen System bilden den Hintergrund für „Duft nach Weiß“. Aus diesem Roman liest Stefanie Gregg auch einige Passagen vor; geschickt flicht sie die historischen Hintergrundinformationen, zum Beispiel über den „Regenschirmmord“ ein. Damit vermittelt sie den Jugendlichen ganz nebenbei nicht nur geschichtliche Eckdaten, sondern vor allem auch ein Ethos, das mit kritischem Blick das Handeln von Menschen bzw. menschliche Taten, die ungesühnt bleiben, moralisch hinterfragt.

Im Fokus der zweiten Veranstaltungshälfte steht der Roman „Mein schlimmster, schönster Sommer“, der - als Roadmovie konzipiert - auch einen Stopp bei der Ruine Schönrain einlegt. Danach beantwortet die Autorin Fragen der Schülerinnen und Schüler, wie zum Beispiel: Wie lange recherchieren Sie für ein Buch? Welches ihrer Bücher gefällt Ihnen am besten? Welches Buch verkaufte sich am besten? Welches ist Ihre Lieblingslektüre? - Kann gut sein, dass bei dem (der) ein(en) oder anderen demnächst ein Roman von Stefanie Gregg auf der Liste der Lieblingsbücher steht…

Die Autorenlesung fand auf Anregung und in Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative Lohr im Rahmen der Reihe „Wieder mal daheim“ statt, diese hatte für den Abend zu einer weiteren Lesung ins Alte Rathaus geladen. Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung von den Freunden des Gymnasiums.

(Andrea Pöschl)



 

 

 

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