WEBS: Ein Meer aus Plastik


Ein Meer aus Plastik

Die Bezeichnung der blaue Planet kommt nicht von ungefähr. 65% unserer Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Unsere Weltmeere produzieren etwa 70% des weltweiten Sauerstoffes und dienen als wichtiger Nahrungsmittellieferant. Es ist also nicht übertrieben zu sagen, dass wir abhängig von unseren Meeren sind. 

Trotzdem zerstört der Mensch seit Jahren das komplexe Ökosystem der Ozeane, indem er sie regelrecht zumüllt. Man schätzt, dass bereits 140 Millionen Tonnen Plastik in den Meeren schwimmen. Das ist wenig, wenn man bedenkt, dass jährlich 8 Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane gelangen, was alle 5 Sekunden gut einer Tonne entspricht.

Aber woher kommt das ganze Plastik?

Wichtige Faktoren für das Vermüllen der Ozeane sind der maritime Tourismus, die an der Küste lebende Bevölkerung und die Schiffsfahrt. Aber auch im Inland lebende Menschen können einen großen Schaden anrichten und sind für 80% des Mülls in den Ozeanen verantwortlich, da das Wasser von Flüssen sowie unser Abwasser ebenfalls über Umwege ins Meer fließt und auch der Wind Plastik transportiert. So gelangen die oft in Shampoo oder Kosmetik enthaltenen Plastikteilchen, Kunststofffasern in synthetischen Textilien, Reifenabrieb von Kraftfahrzeugen, das verschmutzte Flusswasser und vieles mehr am Ende in unsere Ozeane. Besonders in ärmeren Entwicklungsländern wie zum Beispiel in Südostasien oder Afrika wird das Plastik wegen mangelnder Recyclings-Systeme und unzureichender Bildung oft sogar absichtlich in den Ozean geworfen oder auf offenen Deponien gelagert, von wo es dann durch den Wind und über Flüsse ins Meer getragen wird.

Dort angelangt, sinkt der Großteil der Abfälle auf den Meeresboden ab, während der Rest im Wasser schwebt oder an der Meeresoberfläche treibt und zum Teil wieder an Land gespült wird.

Eines der erschreckendsten Zeichen dieser Missstände sind die sogenannten Müllstrudel, diese sind Wasserwirbel, die durch den Kontakt von warmen und kalten Meeresströmungen entstehen und in denen sich eine sehr hohe Plastikkonzentration bildet. Schätzungsweise treiben in jedem der Wasserströmungen 1-2,5 g Plastik pro Quadratmeter.

Der größte und bekannteste davon ist der „Great Pacific Garbage Patch“, der im Nordpazifik liegt. Zwar ist die Größe eines Müllstrudels, weil er ständig in Bewegung ist, schwer zu messen, trotzdem kann man schätzen, dass der „Great Pacific Garbage Patch“ sich auf einer Fläche zwischen 700.000 und 15.000.000 km² erstreckt. Unter Umständen ist also alleine dieser eine Müllstrudel größer als Europa. 

Aber was hat unser Verhalten für Folgen?

Dafür ist es wichtig zu verstehen, was überhaupt das größte Problem bei Plastikmüll ist, nämlich dass dieser in den meisten Fällen nicht biologisch abbaubar ist, das heißt, dass er nicht von Mikroorganismen wie Bakterien innerhalb eines bestimmten Zeitraums zersetzt werden kann. Stattdessen wird der Müll im Meer durch das Salzwasser und andere Faktoren sehr langsam zerkleinert. Ab einer Größe von 5 mm bezeichnet man diese Teilchen als Mikroplastik.

Sowohl große als auch kleine Plastikteile stellen eine Gefahr für Meerestiere dar und kosten jährlich zehntausenden Meerestieren und rund einer Million Seevögeln das Leben. Eine Untersuchung der australischen Forschungsbehörde CSIRO hat ergeben, dass 90 % von allen toten Seevögel Plastik im Bauch hatten, das die Tiere für Nahrung hielten. Da es nicht verdaut werden kann und keinerlei Nährstoffe enthält, verhungern die Tiere mit vollem Magen. Auch wir Menschen sind davon betroffen, da durch den Fischfang der Müll indirekt auch auf unseren Tellern landet. Langzeitschäden, die durch den Verzehr oder übermäßigen Kontakt mit Plastik beziehungsweise Mikroplastik für den Menschen entstehen können, sind noch nicht absehbar.

Plastik hat viele Vorteile und wird im Alltag bei zahlreichen Produkten verwendet. Doch langfristig sollte ein Umdenken erfolgen und es müssen Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um das Risiko einer größeren Katastrophe für die Ozeane zu vermeiden. Zwar gibt es bereits viele Forscher und Privatpersonen, die sich damit beschäftigen, den Müll wieder aus dem Wasser zu fischen oder bessere Recycling-Methoden zu erfinden, trotzdem muss auch die Bevölkerung, und damit jeder von uns, mit einem bewussteren Konsum seinen Beitrag dazu leisten.

Anka Fahrbach

 

 

 

 

 

 

WEBS: Herr Liedhegener zur Besuch in der 5. Klasse


Herr Liedhegener zur Besuch in der 5. Klasse

Am 26.11.2019 besuchte uns Herr Liedhegener aus Lohr in unserem Medienatelier. Sein Beruf ist Puppenspieler. Er führte uns sein Stück „Kalif Storch“ vor. Als erstes stellte er uns seine Puppen aus Indien vor. Die Puppen sind von einem Händler, den er bei einem Besuch in Kalkutta kennenlernte. Der Mann erklärte Herrn Liedhegener, wie er die Puppen herstellt und sie auf dem Markt dort verkauft. Außerdem hatte Herr Liedhegener seine Enkelin und einige Freundinnen von ihr als Unterstützung dabei. 

Das Märchen vom „Kalif Storch“ beginnt damit, dass ein böser Zauberer unbedingt die Macht im Land haben möchte. Er sagte zu seinem Sohn: „Und wenn ich Kalif bin, dann bekommst du die schöne Prinzessin aus dem Nachbarland!“ Der Sohn konnte nicht warten und reiste sofort zu der Prinzessin und hielt um ihre Hand an. Die Prinzessin wollte ihn aber nicht heiraten und schrie sofort nach der Wache. Die Soldaten stießen den Sohn des Zauberers die Treppe hinunter. Währenddessen ging sein Vater zum Kalifen und sprach zu ihm: „Ich verrate Ihnen einen mächtigen Zauber.“ Der Kalif glaubte nicht an Zauberei, versprach aber den Zauber zumindest einmal auszuprobieren. Der Zauberer sagte: „Sie müssen sich einfach drei Mal nach Osten verbeugen und an ein Tier denken, dass sie werden wollen und dann das Zauberwort ‚Mutabor‘ aussprechen.“ Der Kalif tat das, was ihm der Zauberer gesagt hatte. Plötzlich stand ein großer Elefant vor ihnen. Der Wesir erschrak: „Das klappt ja wirklich!“, rief er. Dann verwandelte sich der Kalif schnell wieder zurück und bedankte sich bei dem Zauberer. Auf dem Heimweg kicherte der Magier vor sich hin, denn er hatte den beiden nicht verraten, dass man das Zauberwort vergisst, wenn man als verwandeltes Wesen lachen muss. Zuhause angekommen erzählte ihm sein Sohn, was geschehen war. Der Zauberer eilte sofort zur Prinzessin. Im Schloss verwandelten der Wesir und der Kalif sich gerade in einen Storch. Sie flogen über die Landschaft und freuten sich, dass sie fliegen konnten. Wieder gelandet fing der Kalif an den Wesir auszulachen, weil sie so komisch aussahen mit den langen Schnäbeln und dünnen Beinen. Da passierte es: Sie vergaßen das Zauberwort. Als sie sich zurückverwandeln wollten, fiel ihnen das kleine Wörtchen nicht mehr ein. Sie grübelten bis zum Abend, aber keiner der beiden konnte sich erinnern. Der Kalif und sein Ratgeber trauten sich als Tier nicht mehr zurück in den Palast. Sie staksten zu einem zierlichen Pavillon im Schlossgarten, um dort zu übernachten. Auf einmal hörten sie ein leises Schluchzen. Sie liefen in die Richtung des Geräusches und entdeckten eine kleine, hässliche Eule. Sie fragen die Eule, was mit ihr geschehen war. Die Eule antwortete: „Ein böser Zauberer hat mit verflucht. Ich kann erst wieder eine schöne Prinzessin werden, wenn mir jemand einen Heiratsantrag macht.“ Da wendete sich der Kalif an seinen Wesir und sagte: „Mach du ihr doch einen Heiratsantrag! Vielleicht ist sie ja wirklich eine schöne Prinzessin. Ich kann es nicht tun, sonst würde meine Frau wütend werden.“ Der Wesir war sich unsicher. „Was ist, wenn sie nicht schön ist?“, dachte er. Dann rang er sich aber doch dazu durch und kniete vor der Eule nieder und machte ihr einen Antrag. Plötzlich verwandelte sich die Eule tatsächlich in eine wunderhübsche Prinzessin und der Wesir lächelte sie an. Das sah natürlich etwas komisch aus, denn Störche können eigentlich nicht lächeln. Dankbar über ihre Erlösung verriet die Prinzessin: „Der Zauberer und sein Sohn sitzen jeden Abend auf dieser Bank und sprechen über eure Verwandlung.“ Da warteten sie bis zum Abend und als sie jemanden kommen hörten, setzten sie sich an das Fenster des Pavillons und lauschten. In der Unterhaltung erwähnte der Zauberer das Wörtchen „Mutabor“. „Ja, das ist es!“, freute sich der Kalif. Jetzt verbeugten sie sich drei Mal nach Osten und sagten das Zauberwort. Der Kalif und sein Wesir verwandelten sich augenblicklich zurück in Menschen. Sie kehrten ins Schloss zurück und holten ihre Waffen. Mit gezückten Schwertern schlichen sie zurück in den Garten, um den bösen Zauberer und seinen Sohn zu überraschen. Sie nahmen die beiden fest und warfen sie ins Gefängnis.

Nach dem Puppenspiel durften wir alle, uns die Puppen angucken und sie anfassen.

Jana-Maria Ebert, Sophia Wilpert und Zoe Domsgen 5a

 

 

WEBS: Umweltschutz – ein wichtiges Zukunftsthema


Umweltschutz – ein wichtiges Zukunftsthema

Wasserknappheit

Bei all den guten Sachen, welche die Zukunft uns offenbart, sollte man auch die Probleme nicht außer Acht lassen. Stellt euch mal vor, ihr wollt duschen und es kommen dann nur ein paar Tropfen Wasser aus dem Duschkopf. Sicherlich eine abstruse Vorstellung. Viele möchten nicht wahrhaben, dass das in nicht allzu langer Zeit Realität sein könnte. Immer häufiger steht in den Nachrichten, dass Landwirte weniger Wasser zur Verfügung haben, da der Grundwasserspiegel in den vergangenen Jahren, unter anderem wegen des Klimawandels stark gesunken ist. Auch wenn manche Menschen denken, „Was interessiert mich das jetzt?“, wird das Wasser für die Bewässerung der Felder gebraucht, welche uns mit frischem Obst/Gemüse versorgen. In der nahen Zukunft wird die Wasserknappheit nicht nur Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben, sondern auch auf den normalen Bürger. Sachen wie Wasserschlachten oder einen Besuch im Schwimmbad wird dann nur noch unter sehr hohen Kosten oder gar nicht möglich sein, weil das gesamte Grundwasser, aufgebraucht und von Großkonzernen aufgekauft wurde.

Klimawandel

Wie oben schon erwähnt ist der Klimawandel nicht nur die Ursache für das versiegen des Grundwassers, sondern auch für das Abschmelzen des Eises der Polkappen, das Ansteigen des Meeresspiegels etc. Aber erst mal zu den Ursachen des von den Menschen verursachten Klimawandels: Der Hauptgrund ist der Braunkohleausstoß, bei dem Deutschland auf dem ersten Platz liegt, ein weiterer Grund ist das Abholzen der Regenwälder, in welchen Co2 aufgenommen und in Wasser und Sauerstoff umgewandelt wird. Aber was kann man dagegen machen? Zunächst einmal ist es gut, regionale und saisonale Produkte zu kaufen, da diese keinen langen Weg hinter sich haben. Außerdem sollte man überlegen, ob zwangsweise mit dem Auto gefahren werden muss, oder das Fahrrad doch praktischer wäre.

Philipp Frodl 8b

 

 

Aussengrafik1
Aussengrafik2
Aussengrafik3
Aussengrafik4