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Videobeiträge: Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist einer der bekanntesten, in ganz Deutschland ausgetragenen Schulwettbewerbe für Schüler der Klassen 6-13 sowie für Auszubildende. Zusammen mit Oberstudienrätin Christina Roth wagten es drei Gruppen von Schülerinnen der Klasse 10 a Videobeiträge zu drehen: Sie erstellten Texte, Requisiten und Kulissen, um dann schließlich Videoaufnahmen zu machen, zu schneiden und für den Wettbewerb zur Verfügung zu stellen. Die Beiträge mussten bis zum 15.2. auf der Homepage des Bundeswettbewerbs hochgeladen werden.

Septem amici, d.h. sieben Freunde: Anna Amend, Magdalena Sendelbach, Leni Steger, Paula Höpfl, Greta Märker, Annina Wolf und Clara Bernard, entschieden sich dafür, ein Video mit dem Titel „Seneca in Saeculo XXI“ zum Philosophen Seneca zu drehen:


Seneca wird nach einer kurzen Selbstvorstellung in unsere Zeit entführt und findet sich dann in unserem Gymnasium wieder, wo er erkennt, dass sich die Umstände zwar ändern, die Fehler der Menschen jedoch bleiben. So nimmt Seneca auch gleich die Unruhe und die Angst der Schülerinnen wahr. Ein Erzähler weist darauf hin, wie viel Zeit   sie am Smartphone verlieren. Das veranlasst Seneca zu einer Predigt über Glück und Zeit, der die Schülerinnen am Ende zustimmen.

Das Veni-vidi-vici-Team, zu dem sich acht Schülerinnen zusammenfanden: Amelie Bartus, Klara Breitenbach, Pia Burk, Luna Marie Geiger, Luisa Oswald, Emilia Scherg, Evelyn Thiele und Alexandra Goßmann, lehnte sich in seinem Beitrag an unsere erste Lektüre in diesem Schuljahr an: Cicero, Pro Sexto Roscio, Ciceros Rede zur Verteidigung von Sextus Roscius. Sie nannten ihren Beitrag „De parricidio Roscii“, über den Vatermord des Roscius:


Sextus Roscius iunior wird angeklagt, seinen Vater, Sextus Roscius senior ermordet zu haben. Marcus Tullius Cicero übernimmt die Verteidigung und versucht gegenüber dem Richter entgegen der Anklage zu beweisen, dass Sextus Roscius dafür gar kein Motiv hatte und auch keine entsprechenden Beweise vorliegen. Vielmehr wurden die Proskriptionen unter Sulla von Gegnern sogar aus seiner eigenen Verwandtschaft dazu genutzt, auch Sextus Roscius Senior loszuwerden und sich an seinem Grundbesitz und Vermögen zu bereichern. Auf Vatermord stand damals die inhumane Strafe der Säckung, bei der der Verurteilte zusammen mit Schlangen und Skorpionen in einen Sack gesteckt und dann in den Tiber geworfen wurde. Leider kann Cicero den Richter nicht überzeugen, die Säckung wird ausgeführt, Sextus Roscius aber in letzter Sekunde durch die beherzte Rettungsaktion eines Freundes gerettet.

Quinque amicae, d.h. fünf Freundinnen, nämlich Jasmin Bauer, Julia Sander, Luzia Renn, Luise Paul und Marlene Weigand nahmen den zweiten Teil unserer Cicerolektüre, die Reden gegen Verres, als Aufhänger für ihren schwungvollen Beitrag: 

Verres erscheint in Rom vor Gericht als ehemals furchteinflößender Herrscher über Sizilien, der in seiner Amtszeit gewissenlos geltendes Recht übertrat. Als Resultat erscheinen ausgeraubte Tempel, das Gold glänzt jetzt aus seinem privaten Wagen heraus. Nun steht der Räuber mitten im Senat. Ein Verbrecher, der sich die Hände allerdings nicht persönlich mit Blut befleckt hat, sondern dafür Befehle und Schmiergelder benutzte. Dem bereitet Cicero nun plötzlich mit Wortgewalt ein Ende, so dass Verres schließlich verurteilt wird. Statt die von ihm erhoffte Weltherrschaft zu erlangen, wird nun sein Tod gefordert.

Bei der Jury gingen bundesweit 310 Beiträge in unterschiedlichen Sprachen ein und es wurden 30 Preise verliehen. Unsere Schülerinnen bekamen leider keinen Preis, erhielten aber Teilnahme-Urkunden, die ich Ihnen am Mittwoch, den 17.6. übergeben habe. Anschließend hat Katharina Meister bei herrlichem Wetter ein Foto von uns auf der Feuertreppe gemacht. Wir wünsche Ihnen und Euch viel Freude beim Anschauen der Videos.

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