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Mit einer gelungenen Mischung aus Information, Spaß und kleinen Überraschungen sorgten der Fairtrade-AK und die SMV des Lohrer Franz-Ludwig-von-Erthal Gymnasiums in der Woche vor den Osterferien für besondere Akzente im Schulalltag.

Die Aktionsreihe startete mit der GEPA-Osterhasenaktion: Schülerinnen und Schüler konnten fair gehandelte Schokoladenhasen bestellen und sie an Freundinnen und Freunde verschicken – sowohl innerhalb des Gymnasiums als auch an Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Realschule. Am Freitag vor Ferienbeginn wurden die Hasen dann verteilt und zauberten vielen ein Lächeln ins Gesicht.

Passend dazu bot eine vom Fairtrade-AK gestaltete Infowand zudem spannende Informationen zum Kakaoanbau und zum fairen Handel. Neben der Geschichte des Kakaos sowie Einblicken in Anbau, Ernte und Verarbeitung wurden auch die häufig schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kakaobauern thematisiert. Gleichzeitig zeigte die Ausstellung, wie fair gehandelte Produkte zu konkreten Verbesserungen führen können und woran Fairtrade-Artikel zu erkennen sind. Ziel war es, ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu schaffen und die Schulfamilie zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten anzuregen.

Von Montag bis Donnerstag waren alle Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, an einem Quiz mit täglich wechselnden Fragen zur Infowand teilzunehmen. Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden am Freitag bekannt gegeben und durften sich über fair gehandelte Schokolade in verschiedenen Geschmacksrichtungen freuen. Ein herzlicher Dank gilt der Fairtrade-Stadt Lohr, die die Preise finanzierte.

Für zusätzliche gute Stimmung im Schulhaus sorgte schließlich eine gemeinsame Überraschungsaktion des Fairtrade-AKs und der SMV: Für jede Klasse wurde in der Pausenhalle ein vom Fairtrade-AK individuell gestaltetes Papier-Ei versteckt. Viele Schülerinnen und Schüler hatten sichtlich Spaß dabei, das Papier-Ei ihrer Klasse in der Pausenhalle zu suchen, um dieses dann bei der SMV gegen kleine fair gehandelte Schokoladentäfelchen für die ganze Klasse einzutauschen. Auch diese Aktion wurde von der Fairtrade-Stadt Lohr großzügig unterstützt.

Alles in allem waren die Aktionen zu Ostern ein großer Erfolg und demonstrierten, wie Gemeinschaft, Engagement und verantwortungsbewusster Konsum miteinander verknüpft werden können.

Johanna Volzer und Lisa Klapproth, 10c

Auch in diesem Jahr nahmen die Schülerinnen und Schüler des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums im Kunstunterricht am 56. Internationalen Jugendwettbewerb jugend creativ zum Thema „Meer entdecken“ teil. Dabei gab es erfreuliche Ergebnisse und einen besonderen Beitrag einer der Schülerinnen, welche den zweiten Platz im Kreis Main-Spessart belegte.  

Der jährlich von der Raiffeisenbank Main-Spessart organisierte Kunstwettbewerb wurde wieder mit großer Begeisterung an unserem Gymnasium aufgenommen. Dies zeigen auch die hervorragenden Ergebnisse und guten Platzierungen der Schülerinnen Theresa Pfeiffer, Paula Herb (7. Klassen), Johanna Volzer, Julia Maier (10. Klassen) sowie die MSP-Sieger Lina Mill (2. Platz, 7. Klasse) und Tamara Burchardt (2. Platz, 10. Klasse)

Tamara Burchardt (10. Jahrgangsstufe) stellte außerdem bei der Preisverleihung am 15. April im Pfarrheim zur Hl. Familie Karlstadt souverän ihre Gouache Malerei „Even they can paint“ vor. Das Bild trägt die Botschaft, dass wir Menschen zu viel wegwerfen, und ein nicht unerheblicher Teil davon im Meer landet. Aus diesem Müll gestaltet der Kraken auf dem Gemälde ein eigenes Stillleben. Die Schülerin gewann mit diesem Bild in der Alterskategorie Klasse 10 bis 13 den 2. Platz.

Daniel Freitag

„Hoy me gustaría presentarles mi lengua materna, el español.“ „Isso era português.“ Solche Sätze waren während der Woche der Muttersprache im Schulzentrum Nägelsee zu hören. Ein besonderes Highlight waren Durchsagen von Schülern, die darin entweder ihre Muttersprache, Besonderheiten der Kultur oder eine Lebensweisheit zum Besten gaben. Insgesamt zwanzig Sprachen: Spanisch, Italienisch und Portugiesisch, Englisch und Französisch sowie Holländisch oder Finnisch, verschiedene osteuropäische Sprachen wie Russisch, Ukrainisch, Rumänisch, Polnisch und Litauisch. Zudem erklangen Hindi, Khmer, Arabisch, Persisch und Türkisch sowie Chinesisch und Swaheli – beeindruckend.

Der Internationale Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“. Er wird seit dem Jahr 2000 jährlich im Februar begangen. Die Muttersprache ist die erste Sprache, die eine Person in der Kindheit erlernt und die im unmittelbaren sozialen Umfeld gesprochen wird. Sie spielt eine zentrale Rolle in der kognitiven Entwicklung. Zudem prägt sie die Art und Weise, wie Individuen die Welt wahrnehmen und interpretieren. Die Muttersprache ist tief mit der kulturellen Identität und den emotionalen Bindungen eines Menschen verknüpft.

Anlässlich der Aktionswoche gestaltete die Schulfamilie einen Büchertisch. Teilweise stammten die Medien aus dem Fremdsprachenbereich der Bücherei, zum Teil hatten Schüler bzw. Lehrkräfte von Mittelschule und Gymnasium diese als Leihgabe für die Ausstellung abgegeben. Die kleine Präsentation konnte in den Pausen und im Rahmen des Unterrichts besucht werden. Sie wurde von Lehrpersonen bzw. Verwaltungskräften des Medienateliers betreut. Kurios waren Büchlein im Hamburger Dialekt und auf Plattdeutsch. Zudem konnten die Kinder am Basteltisch mit Hilfe einer Vorlage Lesezeichen gestalten und ihren Namen in verschiedenen Schriftzeichen gestalten, zum Beispiel mit griechischen, hebräischen oder kyrillischen Buchstaben.

Die Erfahrung bei Gesprächen hat gezeigt, dass viele Schüler großes Interesse daran haben, ihre eigene Sprache und Kultur zu teilen. Das sollte gefördert werden. Mitglieder beider Schularten nutzten die Gelegenheit, interessierten Zuhörern aus den mitgebrachten Büchern vorzulesen. So war neben einem italienischen Textausschnitt auch eine rumänische und persische Variante zu hören. Eine Lehrerin der Mittelschule trug eine polnische Kurzgeschichte vor. Erstaunlich war dabei, dass man tatsächlich den Sinn des Gelesenen und das ein oder andere Wort erraten konnte. Besonders beeindruckte der Vortrag eines Mädchens der 5. Klasse. Diese rezitierte frei, in arabischer Sprache, die Verse eines Gedichts. Dieses handelte von Frieden und Gemeinschaft. Man wünscht sich angesichts der Situation in der Welt, dass die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft solch eine Haltung des offenen Dialogs und Respekts an den Tag legen wie das die Schüler während der Aktionswoche getan haben.

 

Text: Andrea Pöschl, Sabine Dippel

Bilder: Andrea Pöschl, Svenja Scholz

Lohr am Main, 10. März 2026 – Große Freude am Franz‑Ludwig‑von‑Erthal‑Gymnasium in Lohr: Vier Schüler der Schule haben beim diesjährigen „Planspiel Börse“ der Sparkasse Mainfranken Würzburg den ersten Platz im Landkreis Main‑Spessart erreicht. Mit einem guten Gespür für wirtschaftliche Entwicklungen, einer durchdachten Strategie und klugen Anlageentscheidungen gelang es dem Team, sich gegen zahlreiche andere Gruppen aus der Region durchzusetzen.

Die Preisverleihung fand in der Hauptstelle der Sparkasse Mainfranken Würzburg statt. Vertreter der Gebietsdirektion begrüßten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie ihre betreuenden Lehrkräfte und würdigten deren Engagement. In einer kurzen Präsentation erhielten die Gäste zudem einen Einblick in aktuelle Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten. Dabei wurde erklärt, welche Faktoren Börsenkurse beeinflussen und wie sich wirtschaftliche Trends auf Unternehmen und Investitionen auswirken können.

Im Anschluss stellte die Sparkasse einige besonders erfolgreiche Strategien aus dem Wettbewerb vor. Erst danach wurde es richtig spannend: Die besten Teams wurden aufgerufen und durften ihre Urkunden sowie ihre Preise entgegennehmen. Für die vier Schüler des FLvEG war der Moment besonders erfreulich, denn ihr Team belegte den ersten Platz im Landkreis Main‑Spessart.

Das „Planspiel Börse“ ist ein europaweit stattfindender Online‑Wettbewerb, der jedes Jahr tausende Schülerinnen und Schüler zusammenbringt. Die Teilnehmenden handeln über mehrere Wochen hinweg mit virtuellem Kapital, orientieren sich dabei aber an echten Börsenkursen. So erleben sie hautnah, wie Aktienmärkte funktionieren, welche Chancen Investitionen bieten und welche Risiken dabei berücksichtigt werden müssen.

Neben wirtschaftlichem Wissen fördert das Projekt auch Teamarbeit, strategisches Denken und einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Für viele Schülerinnen und Schüler ist das Planspiel eine spannende Möglichkeit, wirtschaftliche Zusammenhänge nicht nur theoretisch zu lernen, sondern selbst aktiv auszuprobieren. Dass dabei auch der Spaß nicht zu kurz kommt, zeigt der Erfolg des Wettbewerbs – und natürlich der Sieg des Teams aus Lohr.

 

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