Nägelseestraße 8, 97816 Lohr am Main 09352 500 4220 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Mo-Do: 8-15 Uhr, Fr: 8-13 Uhr

Im Rahmen des Religions- bzw. Ethikunterrichts beschäftigen wir uns gemäß Lehrplan der 7. Jahrgangsstufe mit dem Islam. Der Islam gehört neben dem Judentum und dem Christentum zu den monotheistischen Religionen, die der Glaube an einen Gott kennzeichnet. Als abrahamitische Religionen werden diese bezeichnet, da sie sich nach der Bibel bzw. der Tora auf Abraham, den Stammvater der Israeliten, oder auf den im Koran genannten Ibrahim und den von ihm angebeteten Gott berufen. Der Islam ist eine der mitgliederstärksten Weltreligionen.

Dank der Einladung des Türkisch-Islamischen-Kulturvereins Lohr konnten wir unseren Schülerinnen und Schülern wieder einen Unterrichtsgang zur Moschee in Lohr anbieten. Diese Exkursion der Fachschaften Religion und Ethik soll Berührungsängste abbauen und den Jugendlichen die Möglichkeit geben, neue Erfahrungen zu sammeln. Wir wurden wie immer sehr herzlich empfangen und konnten uns vor Ort mit orientalischem Gebäck stärken und erfrischen. Emre Oymak informierte sehr versiert, informativ und humorvoll über Bräuche, Traditionen und religiöse Grundlagen dieser Glaubensrichtung. So konnten die Schüler das zuvor im Unterricht gelernte Wissen prüfen, ihre Kenntnisse erweitern und noch offene Fragen klären. Vielen Dank für die Gastfreundschaft.

Die katholischen Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 a und 11 haben in diesem Jahr die Karwoche intensiver erleben dürfen, denn sie haben sich in der Fastenzeit mit den Stationen des Kreuzwegs ausgiebig befasst. Ihr Auftrag war es, die Leidensgeschichte mit heutigen Leiderfahrungen in Verbindung zu setzen. Entstanden ist dabei ein sehenswerter, moderner Kreuzweg, der für alle SchülerInnen und Besucher des Hauses in der Pausenhalle für drei Wochen zu sehen war.

Schülerinnen und Schüler einer 6. Jahrgangsstufe entwarfen Plakate, in denen sie den Informationen rund um die Passion Jesu nachgingen und dabei sowohl zeitgeschichtliche als auch biblische Aspekte herausarbeiteten.

Bianca Riedmann

Andrea Pöschl

Anderen zu Weihnachten eine Freude bereiten – gelebte Nächstenliebe
Schüler des FLvEG bringen Weihnachtspost ins Caritas-Seniorenzentrum St. Martin Lohr a. Main

Kurz vor dem dritten Adventswochenende lieferten Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8b zusammen mit ihrem Religionslehrer Hr. Bauer Weihnachtspost für Seniorinnen und Senioren aus, die im Caritas-Seniorenzentrum St. Martin leben.

Die Sozialpädagogin Frau Schäfer empfing die Schülergruppe zusammen mit einigen ihrer Fachkräfte im Speisesaal des Seniorenheims freundlich und erklärte kurz den Aufbau des idyllisch gelegenen Heims mit seinen vier Wohnbereichen, in denen aktuell 115 Personen Platz finden.

Anschließend übergaben die Jugendlichen weihnachtliche Briefe und Grußkarten an alle Bewohner. In den Unterrichtsstunden zuvor hatten sich mehrere Klassen in ihren Religionsgruppen Gedanken gemacht, wie es möglich ist, älteren Menschen, die eventuell nicht mehr so viele soziale Kontakte pflegen können, eine Freude zum Weihnachtsfest zu bereiten.

Doch was schreibt man jemandem, den man noch nie zuvor gesehen hat?

Die Schüler waren dabei sehr kreativ und formulierten nette Weihnachtsgrüße, kurze Berichte, wie bei ihnen zu Hause das Weihnachtsfest abläuft, kleine Rätsel und besinnliche Weihnachtsgedichte.

Bei der Übergabe an den Wohnungstüren trafen die Jugendlichen die Senioren teilweise mitten in ihrem Alltag an und überraschten sie dabei. Die Begegnungen verliefen durchweg positiv, die älteren Menschen zeigten sich sehr freundlich und dankbar, unterhielten sich mit einigen Schülern sehr gut.

Insgesamt war die Aktion auch für die Schülerinnen und Schüler sehr gewinnbringend, da sie zunächst einen Perspektivenwechsel vornehmen mussten und anschließend das Seniorenheim als soziale Einrichtung kennenlernen und so ihren Horizont erweitern durften.

Informationen zum Thema „Organspende“ durch Stefan Endrich vor Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe
  • Sommer 2008 - EM in Würzburg, Gold im Mini-Marathon.
  • 2011 - Radtour nach Leiden zum Sitz von Eurotransplant.
  • August 2019 - Weltspiele in England, Bronze im Dartmixed.
  • August 2022 - EM in Oxford...Bronze im Dart Einzel und Silber im Bowling Doppel.
  • und (hoffentlich) August 2025 - World Transplant Games in Dresden

Wer diese Stationen des 62-jährigen Karbachers Stefan Endrich anhand seiner PowerPoint-Präsentation miterlebt, fragt sich, wie er die sportlichen Erfolge erringen konnte. Denn: Herr Endrich ist Organspende-Empfänger. Er hat seit seiner Erkrankung im Alter von 26 Jahren bislang zwei Mal eine Spenderniere erhalten dürfen. Auch wenn dies mit Einschränkungen verbunden ist, sieht er es als seine Aufgabe an, diesem Geschenk des Lebens gerecht zu werden. Deshalb besucht er beispielsweise Schulen, Seniorenheime und Vereine, um dort aus der Sicht eines Betroffenen zu berichten.

In seinem Vortrag informiert er sehr anschaulich, offen und authentisch über die Lebenssituation von Menschen mit einer Nierenerkrankung. Vor allem die Maßnahmen, die nötig sind, um an einer Dialyse das Blut eines Patienten reinigen zu können, bewegen die Zuhörenden. Endrich erläutert außerdem sehr sachlich, welche Maßnahmen vor bzw. nach einer Transplantation nötig sind, welche Organe und Gewebe generell gespendet werden können und wie die Abläufe sowie die rechtlichen Regelungen bei einer Organentnahme und - spende sind. Ein klein wenig emotional wird Endrich, wenn es um die Situation in Deutschland geht, wo die Zahl der gespendeten Organe weit unter dem Niveau der europäischen Nachbarländer liegt. Immer wieder betont Herr Endrich, dass jeder individuell für sich selbst eine Entscheidung treffen müsse - und diese Entscheidung auch in der Familie kommunizieren solle. Es sei Aufgabe eines jeden, sich zu informieren, denn: „Wissen hilft entscheiden.“

Am 13.06.2024 durften unsere Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen die örtliche Moschee in Lohr besuchen und konnten viel Interessantes erfahren.

Bei uns ist der Moscheebesuch in der Jahrgangsstufe 7, wo der Islam schwerpunktmäßig im Lehrplan verankert ist, bereits eine Art Tradition. Er ist bei den Jugendlichen eine beliebte Erfahrung. So bietet der Unterrichtsgang Abwechslung vom normalen Schulalltag und gewährt teils tiefere Einblicke in die muslimische Religion und den gelebten Glauben als nur theoretischer Input im Klassenzimmer.

Eine Besonderheit ist bereits der Zugang zum Betsaal, bei dem man die Schuhe ausziehen und den Raum mit dem rechten Fuß zuerst betreten muss. Der durch zahlreiche Kaligrafien an den Wänden verzierte Raum wirkt nicht nur auf Schüler eindrucksvoll und die nach Südosten (gen Mekka) ausgerichtete Gebetsnische nimmt eine zentrale Rolle im Raum ein.

Wie gewohnt begrüßte uns Emre Oymak, der Dialogbeauftragte der muslimischen Gemeinde. Herr Oymak führte uns durch die Moschee und gab uns einen interessanten Vortrag sowohl über allgemeine Themenbereiche des Islam wie auch spezielle Aktivitäten der muslimischen Gemeinde vor Ort. So erklärte er anschaulich einige Riten muslimischer Praxis, die alle zu den fünf Säulen des Islam gehören:

Glaubensbekenntnis, Gebet, Fasten, Wallfahrt nach Mekka und Armensteuer. Sehr geduldig beantwortete er währenddessen und anschließend auch alle möglichen allgemeinen, privaten, teils sogar politischen Fragen der interessierten Schüler.  „Was kostet eine solche Pilgerfahrt?“, „Wo werden Muslime beerdigt?“ oder „Wie und wann beten Muslime?“, nichts blieb ungeklärt.

Auch der Imam der Gemeinde war für uns vor Ort und rezitierte eindrucks- und klangvoll auf arabisch aus verschiedenen Suren.

Zum Abschluss zeigte sich die muslimische Gemeinde wie immer gastfreundlich und lud zu türkischem Gebäck und kühlen Getränken ein. Dabei fand auch weiterhin noch ein Austausch in privaten Gesprächen statt.

Die Exkursion bleibt den Schülerinnen und Schülern in positiver Erinnerung und das FLvE-Gymnasium freut sich, die Moschee auch im kommenden Jahr wieder zu besuchen.

 

Für die FS Religion

F.Bauer

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