Nägelseestraße 8, 97816 Lohr am Main 09352 500 4220 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Mo-Do: 8-15 Uhr, Fr: 8-13 Uhr

Im Rahmen des Religions- bzw. Ethikunterrichts beschäftigen wir uns gemäß Lehrplan der 7. Jahrgangsstufe mit dem Islam. Der Islam gehört neben dem Judentum und dem Christentum zu den monotheistischen Religionen, die der Glaube an einen Gott kennzeichnet. Als abrahamitische Religionen werden diese bezeichnet, da sie sich nach der Bibel bzw. der Tora auf Abraham, den Stammvater der Israeliten, oder auf den im Koran genannten Ibrahim und den von ihm angebeteten Gott berufen. Der Islam ist eine der mitgliederstärksten Weltreligionen.

Dank der Einladung des Türkisch-Islamischen-Kulturvereins Lohr konnten wir unseren Schülerinnen und Schülern wieder einen Unterrichtsgang zur Moschee in Lohr anbieten. Diese Exkursion der Fachschaften Religion und Ethik soll Berührungsängste abbauen und den Jugendlichen die Möglichkeit geben, neue Erfahrungen zu sammeln. Wir wurden wie immer sehr herzlich empfangen und konnten uns vor Ort mit orientalischem Gebäck stärken und erfrischen. Emre Oymak informierte sehr versiert, informativ und humorvoll über Bräuche, Traditionen und religiöse Grundlagen dieser Glaubensrichtung. So konnten die Schüler das zuvor im Unterricht gelernte Wissen prüfen, ihre Kenntnisse erweitern und noch offene Fragen klären. Vielen Dank für die Gastfreundschaft.

Es ist soweit: Ready for takeoff! Mit der vierten Stratosphärenmission „Erthal 4“ hat eine größere Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der achten bis elften Jahrgangsstufe am Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium erneut bewiesen, wie viel Forschergeist in einem Schulhof stecken kann. Möglich wurde die Mission dank finanzieller Unterstützung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) mit der Wilhelm und Else-Heraeus-Stiftung – und das sah man: Neues Equipment, darunter erstmals eine 360°-Kamera, ging mit an Bord.

Im Vorfeld wurde in Teams getüftelt, erdacht, verworfen und verfeinert. Kleine, kluge Experimente sollten in großer Höhe zeigen, was Physik praktisch bedeutet. So wurde etwa getestet, wie ein Schaumkopf sich unter dem geringen Luftdruck in der Stratosphäre ausdehnt – wie ein Hütchen hob er die Deckschicht. UV-Perlen dienten als Farbwächter der Sonne: Je größer die Flughöhe und damit höher die UV-Strahlung, desto intensiver der Farbwechsel. Zusätzlich war ein selbst gebauter Detektor für Myonen an Bord. Myonen sind Elementarteilchen, die entstehen, wenn kosmische Strahlung auf die Atmosphäre der Erde trifft. Der Detektor sollte nachweisen, wie sich die Anzahl der Myonen mit zunehmender Höhe verändert. Alles wurde vorab in der Schule erprobt, dokumentiert und startklar gemacht.

Doch wie so oft bei Ballonstarts diktierte das Wetter den Takt. Der Abflug musste kurzfristig auf den nächsten Tag verschoben werden. Dann aber: strahlender Himmel, gespannte Gesichter. Auf dem Schulhof blähten die Schülerinnen und Schüler den heliumgefüllten Ballon mit Ballongas auf. An einem langen Seil hing die Sonde mit Fallschirm und Experimenten – Schaumkopf, bunte UV-Perlen, Nudeln im Wasser, Sensoren, Kameras. Der Countdown der Schülerschaft hallte über den Hof – Und ab geht die Post!

Der Ballon gewann rasant an Höhe. Noch nach rund 20 Minuten war er in etwa fünf Kilometern Höhe als winziger Punkt zu erkennen. Die Prognose versprach eine Flugdauer von rund drei Stunden, das Zielgebiet: der Raum Miltenberg. Das Bergungsteam, bestehend aus Schülern, Lehrern und Hausmeister, machte sich deshalb dorthin auf den Weg, um rechtzeitig im Landegebiet zu sein. Doch Stratosphärenflüge schreiben ihre eigenen Drehbücher: Erste Funksignale kamen – überraschend – nicht aus der Region Miltenberg, sondern aus 70 Kilometern Entfernung, direkt aus dem Odenwald. In der großen Höhe blies ein viel stärkerer Wind als vorhergesagt, der Ballon legte einen Zickzackkurs hin und verschob seine Route.

Die Spannung stieg: Waldgebiet, Feld, Fluss oder Stadt – wo würde „Erthal 4“ landen? Schließlich die erlösende Meldung: Signale aus der Nähe von Reichelsheim, offenbar von einem Feld. Die Bergungsteams peilten die Position an und fanden sich kurze Zeit später inmitten eines Maisfelds wieder, in dem – fast wie eine Markierung – ein einzelner Baum stand. Nahe diesem Baum, im hohen Mais verborgen, entdeckten die Schülerinnen und Schüler die Sonde. Glückliche Finder, erleichterte Gesichter, und sofort der Blick auf die Unversehrtheit der wertvollen Nutzlast.

Zurück an der Schule begann die Auswertung: Datenkurven, Temperatur- und Druckverläufe, GPS-Spuren – alles sprach für einen erfolgreichen Flug. Die Experimente lieferten anschauliche Ergebnisse: Die UV-Perlen dokumentierten deutlich die steigende UV-Intensität mit der Höhe, und der Schaumkopf demonstrierte die Wirkung des sinkenden Luftdrucks eindrucksvoll, indem er sich aufblähte und seine Abdeckung anhob. Nicht alles verlief ohne Überraschungen: Die 360°-Kamera – eigentlich als Highlight gedacht – schaltete sich in einer Höhe von etwa 32 Kilometern und einer Außentemperatur von rund -51 °C wegen Überhitzung ab. In der extrem dünnen Luft kann Wärme kaum über Konvektion abgeführt werden, und ohne Sonnenschutz führte die starke Einstrahlung zur thermischen Abschaltung. Zum Glück hielt eine zweite Kamera durch und zeichnete die Experimente sowie die Landung zuverlässig auf. Aber auch die Datensammlung des Myonendetektors und Datenloggers waren leider lückenhaft.

„Erthal 4“ knüpfte damit nahtlos an die Erfahrungen der vorherigen Flüge an – „Erthal 3“ hatte bereits gezeigt, wie anspruchsvoll Vorhersage, Startfenster und Bergung sind. Auch diesmal zahlte sich akribische Vorbereitung aus: klare Rollen, sichere Checklisten, Fokus auf Luftraumsicherheit und eine robuste Sondenkonstruktion mit Fallschirm. Die Live-Telemetrie half, den unerwarteten Kurswechsel rechtzeitig zu erkennen und die Bergungsteams umzudirigieren.

Am Ende kehrte die Gruppe mit viel Filmmaterial, Messdaten und stolzer Miene zurück an die Schule. In den Köpfen kreisten schon die nächsten Ideen: ein besserer Sonnenschutz für die 360°-Kamera, optimierte Wärmemanagement-Lösungen für Elektronik in großer Höhe, vielleicht zusätzliche Sensoren für Wind- und Strahlungsmessung. Mit den gewonnenen Erkenntnissen und einigen gezielten Optimierungen scheint eines sicher: Nach „Erthal 4“ ist vor „Erthal 5“.

Filme unter:

https://www.youtube.com/watch?v=zqrUxqg3e8o

https://www.youtube.com/watch?v=eC_Qx6jQkjE

 

Thomas Keßelring

Mit großem Engagement und beeindruckender Teamleistung hat das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium Lohr beim STADTRADELN 2026 des Landkreises Main-Spessart hervorragende Ergebnisse erzielt. Mit insgesamt 17.982 Kilometer und 102 Teilnehmern aus der Schulfamilie erreichte die Schulgemeinschaft unter allen teilnehmenden Teams einen ausgezeichneten 3. Platz in der Gesamtwertung sowie den 2. Platz in der Schulwertung.

Dieser Erfolg ist das Ergebnis des gemeinsamen Einsatzes vieler engagierter Radlerinnen und Radler. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Familien, Lehrkräfte sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulverwaltung legten in den drei Aktionswochen zahlreiche Kilometer mit dem Fahrrad zurück und leisteten damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, zur nachhaltigen Mobilität und zur Förderung der eigenen Gesundheit.

Die Schulleitung bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren großartigen Einsatz und ihre Motivation. Das beeindruckende Ergebnis zeigt einmal mehr, wie stark der Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft ist und wie selbstverständlich sich viele Mitglieder des FLvE für Umwelt- und Klimaschutz engagieren.

Besonders erfolgreich waren in diesem Jahr die Klassenwertung:

·        1. Platz: Klasse 5b

·        2. Platz: Klasse 6b

·        3. Platz: Klasse 7a

Auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler überzeugten mit außergewöhnlichen Einzelleistungen. Die besten Radlerinnen und Radler des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums waren:

1.     Josia Weimert (7c)

2.     Liam Herfs (6b)

3.     Luisa Niedermaier (7a)

4.     Emil Imkeller (7a)

5.     Bishwas Gautam (10c)

6.     Felix Merz (5b)

7.     Moritz Schüßler (5b)

8.     Lorenz Kraus (7b)

9.     Moritz Beck (5b)

10.  Maximilian Mild (5a)

11.  Lenny Domsgen (7b)

12.  Luis Scherer (8b)

13.  Maximilian Fella (9a)

14.  Marlene Jung (5b)

15.  Tim Volzer (7b)

16.  Ida Münnich (5b)

17.  Venla Hirvelä (10c)

18.  Janus Heilgenthal (9b)

19.  Marie Mild (8b)

20.  Theodor Böttcher (8b)

Im Rahmen einer kleinen Ehrung wurden die erfolgreichsten Klassen und Einzelfahrerinnen und Einzelfahrer mit attraktiven Sachpreisen ausgezeichnet.

Ein besonderer Dank gilt den Unterstützern und Sponsoren, die diese Ehrung ermöglicht haben. Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium bedankt sich herzlich beim Elternbeirat, dem E-Bike-Center Sackenbach, der Bücherecke, der Raiffeisenbank, der Sparkasse, dem Cube Store Lohr sowie den Lohrer Eisdielen für ihre großzügige Unterstützung.

Das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium freut sich bereits auf das STADTRADELN 2027 – mit dem Ziel, noch mehr Mitglieder der Schulfamilie für das Fahrradfahren zu begeistern und an den diesjährigen Erfolg anzuknüpfen.

Auch unsere 11. Jahrgangsstufe hat nun ihr Praktikum absolviert.

Wir bedanken uns bei:

•    Amtsgericht Würzburg
•    Amtsgericht Gemünden am Main
•    Augen Lohr MVZ GmbH
•    Baustoff Mill GmbH
•    Bosch Rexroth AG
•    Braustüble Marktheidenfeld
•    BRK Kreisverband Main-Spessart
•    Buchen-Apotheke Porzelt OHG
•    Caritas Sozialstation 
•    CORNEA FRANZ Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
•    Diözese Würzburg
•    Dr. Eva-Maria Hofmann
•    Engelhardtplan Energie + Architektur
•    Evonik Operations GmbH
•    Fitness&Boxcamp Lohr am Main
•    Gemeinschaftspraxis Dr. Volkening & Weierich
•    Gerresheimer Lohr GmbH
•    G-Medien GmbH
•    Grundschule Sendelbach
•    Klemmer Immobilien GmbH
•    Klinikum Main-Spessart
•    Marien-Apotheke Anne Lahoda e.Kfr.
•    Optik Dreisbusch e.K.
•    ososoft GmbH
•    physioworks.lohr
•    Polizei Würzburg-Stadt
•    Polizeiinspektion
•    Praxis für Logopädie
•    Raiffeisenbank Main-Spessart eG
•    Schötex IT-Solutions GmbH 
•    Tierarztpraxis Dr. Julia Deivel
•    Valentinus Physiotherapie GbR
•    Weidmüller GTI Software GmbH
•    Würzburger Kickers AG
•    Zahnarztpraxis Dr. Scherg und Dr. Lauer

 

Große Freude: Die Klasse 9a wurde beim bayernweiten Wasserstoff-Wettbewerb H2@School als Sieger ausgezeichnet. Der Wettbewerb soll junge Menschen für die Schlüsseltechnologie Wasserstoff und für erneuerbare Energien begeistern.

Bei der Preisverleihung am 13. Juli an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg gratulierte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt den Gewinnerinnen und Gewinnern: „Die Teilnehmer von H2@School haben sich der Frage gewidmet, welchen Beitrag Wasserstoff zur Lösung konkreter Probleme leisten kann, und dabei herausragende Ideen entwickelt. Solche jungen, klugen Köpfe brauchen wir in Bayern.“

Der Wettbewerb gliederte sich in zwei Phasen: In der ersten Runde beantwortete die Schülergruppe anspruchsvolle Fragen zu Klimawandel, erneuerbaren Energien und Wasserstoff. In der zweiten Runde setzten die Teilnehmenden ihre Kenntnisse praktisch um und führten mit einer Versuchsbox Experimente zu erneuerbaren Energien durch. Für ihre kreativen Lösungen wurden sie schließlich gemeinsam mit anderen Gewinnerschulen ausgezeichnet.

Besonders beeindruckte die Jury die fächerübergreifende Zusammenarbeit der Lohrer Schule: Schülerinnen und Schülern arbeiteten in den Fächern Chemie und Physik eng zusammen, um sowohl die chemischen als auch die technischen Aspekte ihres Projekts zu verknüpfen. Lob gab es auch, dass die Ergebnisse der Experimente offen hinterfragt und bezüglich der Messungenauigkeiten eingeordnet wurden.

Praxisnah ergänzt wurde das Programm durch Beiträge aus der Region: Die Firmen Sorg und Gerresheimer aus Lohr gaben einen ausführlichen und interessanten Einblick in den (zukünftigen) Einsatz von grünem Wasserstoff bei der Glasherstellung. Dies zeigte konkrete industrielle Anwendungsmöglichkeiten und vertiefte so das Verständnis der Schülerinnen und Schüler für die Technologie.

Den Preis nahm der Schüler Leopold Müller aus der Klasse 9a gemeinsam mit seinen Lehrkräften Thomas Keßelring und Christoph Bauer an der OTH Regensburg entgegen. Die Klassenkameraden waren in der Praktikumswoche.

Der Wettbewerb H2@School wurde im Schuljahr 2025/26 zum dritten und letzten Mal durchgeführt und richtete sich an Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse aller Schularten in Bayern. In diesem Jahr stand das Thema Energiesicherheit und Energieunabhängigkeit im Mittelpunkt; unter dem Motto „Hydrogen for Humanity“ entwickelten die Gruppen Konzepte für nachhaltige, autarke Stromversorgung in Krisengebieten.

Organisiert wurde das Projekt von der Landesagentur für Energie und Klimaschutz in Kooperation mit der OTH Regensburg im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter: https://www.lenk.bayern.de/h2school.html

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