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Bereits zum zweiten Mal in Folge nahm das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium Lohr a. Main am Bundeswettbewerb der Fremdsprachen mit seinem Wahlkurs „Latein auf Kreativ“ teil. Bis Mitte Februar waren dafür Video- oder Audiobeiträge einzureichen. Nun wurden die Schüler ausgezeichnet.

In diesem Schuljahr waren zunächst drei Schülerinnen und Schüler aus der siebenten Jahrgangsstufe bereit, einen beliebten Mythos zu modernisieren und im Klassenzimmer zu inszenieren: „Narziss et Echo parvumque phoneum“ haben sie ihr Stück genannt. Narziss hört auf einem seiner Waldspaziergänge ein Rascheln und stößt bei seinen  Nachforschungen auf ein scheues Wesen, das immer das letzte Wort seiner gestellten Fragen wiederholt. Als Echo sich schließlich zeigt und ihm nähert, hat er nur noch Angst um sein Smartphone. Kurz darauf entdeckt er einen See, nähert sich dem Wasser und verliebt sich in sein Spiegelbild. Während der Beschäftigung damit verliert er sein Smartphone und verzweifelt. Über auch aus dem Regelunterricht heraus nahmen Schüler an diesem hochrangig dotierten Wettbewerb teil. So drehten drei Lerngruppen der Lateinklasse 10ac drei kleine Szenen zu Ciceros, Reden gegen Verres. Dabei arbeiteten alle Schülerinnen und Schüler sehr selbständig an verschiedenen Aufgaben vom Erstellen der To-do-Listen, Texte, Requisiten und Kulissen bis hin zu den Dreharbeiten:
Actio prima (Beginn der Verhandlung):
Der Beitrag zeigt den Beginn der Verhandlung gegen Verres.
Die Anwesenden werden vorgestellt und die Punkte der Hauptanklage benannt. Verres versucht sich zu wehren und wird von anwesenden Bürgern beschimpft.


Scelera Verris (Freveltaten des Verres):
Zu Beginn des Prozesses übergeht Cicero die meisten sogenannten Jugendsünden des Verres. Er schildert jedoch dessen Spielsucht, die zu Geldnot mit anschließendem Raubüberfall führt.


Flagitium (Schandtat):
Verres schickt einige Gefährten los, um ihm auf dem Forum ein sehr hübsches Mädchen aus gutem Hause für eine lustvolle Nacht zu besorgen.





Vor allem bei den Dreharbeiten hatten Lehrer und Schüler sehr viel Spaß; und mit ihrem Ergebnis waren sie sehr zu frieden. Das Bundesteam, das für die Bewertung zuständig ist, sah das genauso, so dass alle vier eingereichten Beiträge der Lohrer ausgezeichnet wurden. Die Preisverleihung fand am 10.6.2024 im grünen Klassenzimmer der Schule statt. Schulleiter Dr. Rottenbacher lobte das außerunterrichtliche Engagement der Schüler und betonte, dass das Franz-Ludwig-von-Erthal- Gymnasium auch im Bereich der Philologien weiterhin am Aufbau einer Wettbewerbskultur interessiert sei. Die die Wettbewerbsgruppen coachende Lehrerin, Christina Roth, zeigte sich optimistisch, dass es der Schule gelingen werde, über moderne Unterrichtsmethoden, wie das Fertigen von Videos und Podcasts, Schüler auch in Zukunft für Latein und die Welt der Antike zu interessieren.

Kunstkurs der 11. Jahrgangsstufe designt das diesjährige Lohrer Straßenklavier

Dass der Sommer immer näher rückt, macht sich nicht nur an den immer länger werdenden Tagen bemerkbar, sondern lässt sich auch optisch daran erkennen, dass die roten Möbel wieder ihren Weg zurück in die Lohrer Innenstadt finden. Unter dem Titel „Lohrer Lieblingsplätze“ gibt es diese Aktion schon seit 2021 – und so auch heuer. In diesem Jahr wandern die Möbel zwischen dem 20. Juni und dem 23. August vom Stadtgärtle gegenüber des Brauereiareals zum Pavillon in der Anlage und schließlich zum Oberen Marktplatz. Zusätzlich gibt es für Besucher ein neues Straßenklavier, fünf Feierabendkonzerte sowie eine Spielekiste. Das Klavier wandert in diesem Sommer nun schon zum zweiten Mal durch die Lohrer Innenstadt.

Dieses neue Straßenklavier wurde von der Sing- und Musikschule Lohr am Main gespendet und daraufhin von ungefähr 40 Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe des Lohrer Gymnasiums im Rahmen des Kunstunterrichts gestaltet. Dazu gekommen ist es durch eine Anfrage von Citymanagerin Katharina Liebler, die bei dem leitenden Kunstlehrer Daniel Freitag nachgefragt hatte, ob die Lohrer Schüler eine Gestaltung vornehmen wollen. „Das habe ich sehr gerne bejaht“, so Freitag. Da von Seiten der Stadt keine gestalterischen Vorgaben gemacht wurden, konnten die 11.- Klässler selbst Skizzen anfertigen und Ideen sammeln, wodurch letztendlich ein Gemeinschaftsentwurf entstand. Das Thema für das Straßenklavier ist – passend zur Schneewittchenstadt Lohr am Main – „Zwergenhaus“. Bei der Umsetzung setzte der Kunstkurs vor allem auf Acrylfarbe, da diese dem Kunstlehrer zufolge sehr schnell trocknend ist und nach dem Trocknen auch nicht mehr durch Wasser gelöst werden kann. Zusätzlich ist geplant, die Gestaltung am Ende mit einem Schutzlack zu überziehen, damit das Klavier den Sommer auch gut übersteht. Alles in allem hat den Künstlern die Arbeit am Klavier viel Spaß gemacht: „Ich fand es gut, dass wir unsere eigenen Ideen mit einbringen und selbst kreativ werden konnten“, meinte eine Schülerin.

Auch im nächsten Jahr ist wieder eine solche Aktion geplant: Von Citymanagerin Simone Neubauer heißt es auf Anfrage, dass eine Fortführung des Projekts in den nächsten Jahren geplant sei, da die Lieblingsplätze sehr gut ankommen. „Ob es in den nächsten Jahren dann auch wieder ein Straßenklavier geben wird, kommt unter anderem auf die diesjährige Resonanz an“, so Neubauer. Sollte das diesjährige Straßenklavier im nächsten Sommer nicht mehr verwendet werden können, wird dieses – wie auch das Straßenklavier aus dem vergangenen Jahr – voraussichtlich versteigert beziehungsweise gespendet.

(Tim Ruppert, Klasse 11a)

Bericht zur Klimabotschafter-Aktion im Schuljahr 2023/24

„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“ ist angelehnt an einen Vierzeiler Goethes. Nach der letztjährigen Exkursion der Klimabotschafterinnen und Klimabotschafter des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums zum „Schwarzen Moor“ in der Rhön war unser heimischer Spessart das Ziel der diesjährigen Aktion.
Genauer gesagt ging es in den zwei Tagen in den Weihersgrund und ins Hafenlohrtal. Die 22-köpfige „Übernachtungsgruppe“ startete am vorletzten Tag vor den Pfingstferien klimabewusst mit dem ÖPNV und dann zu Fuß zu einer der schönsten Hütten im Spessart (laut Internet), der Sylvan-Hütte im Weihersgrund. Mit dem Selbstversorgerhaus des DAV (Deutscher Alpenverein) stand eine ideale Übernachtungsmöglichkeit mitten im Wald zur Verfügung. Nachdem der Wettergott es mit der Gruppe gut meinte, konnte die schöne Landschaft und die Abgeschiedenheit genossen werden. Es wurde aber auch Umwelt- und Klimabildung betrieben. Herr Pfeuffer von der Fürstlich Löwenstein-Wertheim-Rosenberg´sche Forstverwaltung organisierte mit drei Auszubildenden für die Gruppe ein spannendes, aber auch lehrreiches Programm im angrenzenden Forst. In einem kleinen Spiel ging es um die nachhaltige Nutzung der Wälder, indem symbolisch Holzstöcke zwischen drei Eimern (Wald, Mensch, Zeit) transportiert werden mussten. Bei einem weiteren Gruppenspiel losten die Schüler Baumarten und mussten sich in verschiedenen Szenarien gegenseitig stützen. So wurde die wichtige Funktion der Mischwaldkultur verdeutlicht. Ein Quiz rundete das erste Programm der Auszubildenden ab. Danach durfte die Gruppe Z-Bäume im ca. 10-15 Jahre alten Nadelbaumbestand finden und mit gelbem Band markieren. Diese „Zukunftsbäume“ sind die Bäume besonderer Vitalität und Qualität, die im Vergleich zu anderen Bäumen z.B. ein kräftiges Wachstum zeigen – aktuell gut erkennbar durch die gute Ausprägung der frischen Triebe. Wichtig ist, dass diese Z-Bäume im Baumbestand einen ausreichenden Raum um sich haben. Darum wurden mit rotem Band Baumkonkurrenten in unmittelbarer Nähe um die Z-Bäume gekennzeichnet und so für die im Herbst durchzuführende Entnahme bestimmt.
In Eigenversorgung hat die Gruppe danach das gemeinsame Essen gekocht und am Lagerfeuer bis spät in die Nacht zusammen gespielt, gesprochen und Stockbrot gegessen.
Nach der kurzen Nacht, Frühstück und Saubermachen traf sich die Gruppe mit den „Nachrückern“ am nächsten Morgen am Jugendzeltplatz in Windheim. Hier standen erst Gruppengespräche über die Rekapitulation zurückliegender und die Planung zukünftiger Klima/Umwelt-Aktionen auf dem Programm.
Der Schülervater Herr Christian Salomon (Gebietsbetreuer für Grünland beim Naturpark Spessart e. V.) organisierte für die Klimabotschafter anschließend eine Exkursion auf die nahegelegene Wasserbüffelwiese. Mit Gummistiefeln oder festem Schuhwerk bestückt konnten die Schüler die Wasserbüffel aus nächster Nähe beobachten und deren Lebensraum auf der Weide zu Fuß erkunden. In den Ausführungen von Herrn Salomon erfuhren die Kinder über das Entstehen dieser Wiesen und die Ausbildung zu einer immens großen Vielfalt von sehr zahlreichen Pflanzen- und Tierarten (von Insekten über Vögeln bis hin zum Luchs) auf dem bewirtschafteten Gebiet. Aktiv wurde noch die Herbstzeitlose aus einem großen Areal entfernt, da sie für die Büffel giftig ist und damit das entstandene Ökosystem gefährdet.
Müde und überwältigt von den vielen Eindrücken trat die Gruppe schließlich zu Fuß und per ÖPNV wieder zur Heimreise nach Lohr an.
Ein überwältigender Dank gebührt neben Herrn Pfeuffer und Herrn Salomon vor allem der gemeinnützigen Organisation SPESSARTBAUM, welche dieses Projekt großzügig finanziell unterstützt hat! Gerne wieder!

Thomas Keßelring

Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium Lohr a. Main


Gesundheitsberufe hautnah erleben

Dass es in der Oberstufe des Gymnasiums Lohr a. Main nicht nur um reine Wissensvermittlung geht, sondern auch darum, Berufsfelder kennenzulernen und Einblick in die jeweiligen Arbeitsbereiche zu bekommen, zeigt sich in der Kooperation zwischen den praxis- und berufsorientierten P-Seminaren des Gymnasiums und externen Partnern bzw. Arbeitgebern der Region. In diesem Zusammenhang kam es in der diesjährigen 11. Jahrgangsstufe zum zweiten Mal zu einer Zusammenarbeit zwischen dem Psychologischen Dienst des Bezirkskrankenhauses Lohr a. Main und dem Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium Lohr a. Main: So belegen aktuell 15 Schüler das P-Seminar Psychologie, das durch den Schulpsychologen Christian Förtsch angeleitet wird und befassen sich dabei mit dem Berufsbild des Psychologen, lernen den Arbeitsalltag von PsychologInnen kennen und beschäftigen sich mit dem Themenfeld psychischer Erkrankungen.

 

Workshop „Mind the mind“ im P-Seminar Psychologie

In einem ersten Baustein des P-Seminars Psychologie besuchten zwei Psychologinnen des BKH Lohr, Frau Wick und Frau Larisch das P-Seminar Psychologie und führten mit den Schülern einen Workshop durch, in dem es darum ging, die Schüler über psychische Erkrankungen zu informieren, sie zu sensibilisieren und das Thema zu enttabuisieren: So konnten die Schüler eine psychische Erkrankung auswählen, über die sie mehr erfahren wollten. Die PsychologInnen vermittelten ihnen dann Wissen über die Entstehung, Verbreitung und den Umgang mit dieser psychischen Erkrankung. In diesem Sinne dient das Projekt dazu, Jugendlichen bereits frühzeitig die Relevanz des Themas näherbringen und diese zur eigenständigen Reflexion anregen sowie Vorurteile abbauen und dadurch Hürden zu senken, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Schüler empfanden den direkten Kontakt mit den beiden Psychologinnen, als so gewinnbringend, dass sich das Gymnasium Lohr a. Main dazu entschieden hat, den Workshop generell auch in allen 10. Klassen anzubieten, um hier bereits frühzeitig zu sensibilisieren und dieses häufig tabuisierte Thema zu entstigmatisieren.

 

Besuch im BKH Lohr a. Main

Ein hautnahes Bild bekamen die Schüler im weiteren Verlauf des P-Seminars durch einen Besuch im Bezirkskrankenhaus vermittelt, in dem der Psychologe Cyril Counot den Schülern seinen Arbeitsalltag erläuterte, ihnen die verschiedenen Bereiche und Häuser des BKH zeigte und den Schülern für deren Fragen zum Werdegang von PsychologInnen und zum Arbeitsalltag Rede und Antwort stand.

Besonders interessiert waren die Schüler dabei auch an den verschiedensten psychologischen Beeinträchtigungen, die im BKH zur Behandlung kommen: So hatten sich die Schüler im Vorfeld bereits in Kleingruppen mit verschiedensten Störungsbildern, deren Symptomen und möglichen Unterstützungsmöglichkeiten aus der Perspektive von Betroffenen, Freunden und Angehörigen befasst. Dementsprechend war es nun umso interessanter, aus erster Hand vertiefende Informationen erfragen zu können. Besonders beeindruckend war es dementsprechend auch, dass sich ein Patient bereit erklärte hatte, den Schülern Rede und Antwort zu stehen, von seinen Erfahrungen zu berichten und die Fragen der Schüler zu beantworten. Gerade für diejenigen Schüler, die an einer späteren Tätigkeit in Gesundheitsberufen interessiert sind, eröffnete dies ganz neue Einblicke.

Natürlich haben die Oberstufenschüler des Gymnasiums Lohr a. Main jedes Schuljahr verschiedenste Wahlmöglichkeiten und können dann je nach Neigung und Interesse ein für sie passendes P-Seminar wählen.


Schüler des FlvEGs beim Fußball-Kreisfinale


Am Dienstag, den 23.04.2024 stand das Kreisfinale aller Schulen aus dem Raum MSP im Fußball-Wettbewerb   „Jugend   trainiert   für   Olympia“   in   der  Altersklasse   Jungen   IV   in Marktheidenfeld an.
Unsere   Schüler   waren   gut   gelaunt   und   top   motiviert   angereist,   da   sie   das   Lohrer Gymnasium vertreten durften. Zuvor hatten sich nämlich weit über 30 Nachwuchstalente der Schule gemeldet, um teilzunehmen, es konnten beim Anpfiff dann letztlich aber nur sieben auf dem Kleinfeld-Platz stehen.
Im   stark   besetzten   Turnier,   das   in   zwei   Gruppen   mit   jeweiliger   Gruppenphase   und anschließendem Finale ausgespielt wurde, schlugen sich die Lohrer tapfer. So waren unsere Schüler trotz aufopferungsvollem Kampf in den ersten beiden Spielen zweimal
knapp unterlegen. Im letzten Spiel konnten sie dann aber mit einem verdienten 4:0 Sieg das Turnier noch versöhnlich abschließen. 
Auch   wenn   es   für   ein   Weiterkommen   nicht   gereicht   hat,   war   es   dennoch   eine   tolle Erfahrung für die Kinder und sie hatten sichtlich Spaß am Spiel gegen andere Schulen.
Ein großes Lob geht an die Fußballer „Jungen IV“,   sie haben ihr Bestes gegeben und super als Mannschaft zusammengespielt.

Für die Fachschaft Sport

F.Bauer

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