Die Schulfamilie des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums setzt Zeichen der Solidarität
Die Festtage und der Jahreswechsel wecken unterschiedliche Gefühle: Für viele Familien ist die vorweihnachtliche Zeit leider nicht immer eine freudenreiche, sondern mit Sorgen erfüllt. Denn es gibt auch hier bei uns in Lohr und Umgebung Menschen, die sich viele Dinge des täglichen Bedarfs kaum finanziell leisten können. Wie in jedem Jahr wollte die Schulfamilie des Gymnasiums deshalb ein Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe setzen.
Die Lohrer Tafel begann im Mai 2005 mit 30 Berechtigungsscheinen, d.h. finanziell überprüfte Haushalte, im Altlandkreis Lohr. Zurzeit sind es 397 Haushalte mit insgesamt 945 Personen, die von der Tafel unterstützt werden. Das bedeutet, dass 554 hilfsbedürftige Erwachsene und 391 Kinder zum Klientel gehören, die regelmäßig im Tafelladen oder über das Lohrer Tafel Mobil der Diakonie versorgt werden können.
Mit 160 Ehrenamtlichen für Ausgabe und Logistik bewältigt man zum einen die wöchentlichen Öffnungstage des Lohrer Tafelladens, zum anderen die Tafel-Mobil-Ausgabe in unterschiedlichen Ortschaften. Zusätzlich wird ein Lieferservice für Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung im Raum Lohr und Partenstein angeboten. Ein neues Projekt sind Begleiterinnen und Begleiter, die ältere Menschen bzw. Bedürftige mit Handicap zu Hause abholen, durch die Tafel begleiten und wieder nach Hause bringen.
Neben den Spenden von Firmen, Discountern oder Bäckereien ist die Diakonie auf weitere Unterstützung angewiesen, so der Geschäftsführer des Diakonischen Werks in Lohr, Michael Donath.
Auf Initiative der Fachschaft Religion sowie des Elternbeirats wurde in einem Elternbrief um Unterstützung der Aktion gebeten. Die Bereitwilligkeit zum Geben war gerade um Weihnachten groß. So konnten die ehrenamtlichen Helfer am Aktionstag viele Tüten mit haltbaren Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Süßigkeiten an verschiedenen Schulen entgegennehmen. Das Gymnasium wollte als Klimaschule auch hinsichtlich des Klimaschutzes ein Zeichen setzen. Deshalb wurden vor allem regionale und faire Produkte sowie Waren mit wenig Verpackungsmüll gewählt. Zudem bot es sich an, diese Hilfe für andere, den Aspekt der Solidarität mit den Mitmenschen sowie eine gerechte Verteilung der Güter im Unterricht zu thematisieren.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Schulfamilie des Gymnasiums für die großzügigen Spenden, die den betroffenen Menschen etwas Licht und Hoffnung in die dunkle Zeit gebracht haben.
Das Foto zeigt Schüler des Gymnasiums mit Lehrer Tobias Baus (hinten) und dem Schulleiter OStD Volkhard Stierhof (rechts) sowie dem ehrenamtlichen Helfer Hubert Beck (links) beim Einladen der Spendentüten in das Fahrzeug der Diakonie Lohr.
Text und Bild: Andrea Pöschl
