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Weihnachtspost und Adventskalender der SMV

Auch in diesem Jahr hat die SMV mehrere schöne Aktionen für euch organisiert, um die Advents- und Weihnachtszeit ein wenig festlicher zu gestalten.

Ein fester Bestandteil war erneut eure Weihnachtspost: Viele von euch haben fleißig Briefe und Fair-Trade-Schokolade des Fair-Trade-AK an Mitschülerinnen und Mitschüler verschickt. Die Verteilung am letzten Schultag vor den Ferien sorgte für große Freude.

Außerdem gab es auch dieses Jahr wieder den SMV-Adventskalender. Vom 1. bis zum 24. Dezember wurde jeden Tag per Zufall eine Schülerin oder ein Schüler ausgewählt, die oder der über eine Durchsage benachrichtigt wurde und sich anschließend ein kleines Geschenk im SMV-Zimmer abholen durfte.

Wir hoffen, dass euch diese Aktionen genauso viel Freude bereitet haben wie uns, und bedanken uns bei allen, die mitgemacht und mitgeholfen haben.

Die SMV wünscht euch einen guten Start ins neue Jahr 2026!

 

Thilo Günther, Q13

Die Schulfamilie des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums setzt Zeichen der Solidarität

Die Festtage und der Jahreswechsel wecken unterschiedliche Gefühle: Für viele Familien ist die vorweihnachtliche Zeit leider nicht immer eine freudenreiche, sondern mit Sorgen erfüllt. Denn es gibt auch hier bei uns in Lohr und Umgebung Menschen, die sich viele Dinge des täglichen Bedarfs kaum finanziell leisten können. Wie in jedem Jahr wollte die Schulfamilie des Gymnasiums deshalb ein Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe setzen.

Die Lohrer Tafel begann im Mai 2005 mit 30 Berechtigungsscheinen, d.h. finanziell überprüfte Haushalte, im Altlandkreis Lohr. Zurzeit sind es 397 Haushalte mit insgesamt 945 Personen, die von der Tafel unterstützt werden. Das bedeutet, dass 554 hilfsbedürftige Erwachsene und 391 Kinder zum Klientel gehören, die regelmäßig im Tafelladen oder über das Lohrer Tafel Mobil der Diakonie versorgt werden können.

Mit 160 Ehrenamtlichen für Ausgabe und Logistik bewältigt man zum einen die wöchentlichen Öffnungstage des Lohrer Tafelladens, zum anderen die Tafel-Mobil-Ausgabe in unterschiedlichen Ortschaften. Zusätzlich wird ein Lieferservice für Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung im Raum Lohr und Partenstein angeboten. Ein neues Projekt sind Begleiterinnen und Begleiter, die ältere Menschen bzw. Bedürftige mit Handicap zu Hause abholen, durch die Tafel begleiten und wieder nach Hause bringen.

Neben den Spenden von Firmen, Discountern oder Bäckereien ist die Diakonie auf weitere Unterstützung angewiesen, so der Geschäftsführer des Diakonischen Werks in Lohr, Michael Donath.

Auf Initiative der Fachschaft Religion sowie des Elternbeirats wurde in einem Elternbrief um Unterstützung der Aktion gebeten. Die Bereitwilligkeit zum Geben war gerade um Weihnachten groß. So konnten die ehrenamtlichen Helfer am Aktionstag viele Tüten mit haltbaren Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Süßigkeiten an verschiedenen Schulen entgegennehmen. Das Gymnasium wollte als Klimaschule auch hinsichtlich des Klimaschutzes ein Zeichen setzen. Deshalb wurden vor allem regionale und faire Produkte sowie Waren mit wenig Verpackungsmüll gewählt. Zudem bot es sich an, diese Hilfe für andere, den Aspekt der Solidarität mit den Mitmenschen sowie eine gerechte Verteilung der Güter im Unterricht zu thematisieren.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Schulfamilie des Gymnasiums für die großzügigen Spenden, die den betroffenen Menschen etwas Licht und Hoffnung in die dunkle Zeit gebracht haben.

 

Das Foto zeigt Schüler des Gymnasiums mit Lehrer Tobias Baus (hinten) und dem Schulleiter OStD Volkhard Stierhof (rechts) sowie dem ehrenamtlichen Helfer Hubert Beck (links) beim Einladen der Spendentüten in das Fahrzeug der Diakonie Lohr.

 

Text und Bild: Andrea Pöschl

 

Spiel der Lohrer Puppenbühne mit Friedel Liedhegener und Kindern der 5. Klassen des Gymnasiums

Wenn die adventliche Zeit beginnt, darf ein Film im Programm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht fehlen: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Und auch andere Märchenfilme stehen vor Weihnachten hoch im Kurs. Ebenso ist das Spiel des Lohrers Friedel Liedhegener ein fester Bestandteil des außerunterrichtlichen Angebots für die Unterstufe des Lohrer Gymnasiums. Liedhegener nimmt in seinem Puppenspiel die Kinder der fünften Klasse mit auf eine Reise in den Orient und nach Asien. Die in Indien gefertigten, liebevoll gestalteten Figuren und Tiere lassen die märchenhaften Geschichten lebendig werden.

Im ersten Abenteuer entführte der Lohrer die Kinder ins „Schloss auf dem Glasberg“: Der Prinz wird von einem Vogel entführt und sieht in dessen Garten eine wunderschöne Prinzesin, die er unbedingt heiraten will. Mit Klugheit und List bringt er ein Tuch, das ihn unsichtbar machen, und einen Stab, der in zu jedem erdenklichen Platz auf der Welt bringen kann, an sich. Er folgt Spur der Prinzessin bis ans Ende der Welt und findet sie schließlich in einem Schloss auf dem Glasberg. Prüfung bestanden! Die Hochzeit kann gefeiert werden. Im zweiten Märchen musste die Nachfolge des Königs entschieden werden, die schließlich Prinz Achmed aufgrund des Einwirkens einer Fee antritt. Diese sorgte dafür, dass der etwas angeberische junge Mann die gestellten Aufgaben erfüllen konnte. Für die egoistische große Schwester des Prinzen wünschten sich die Kinder, dass sie als Säule erstarrt bleiben soll. Deshalb kann man sie heute noch in einem Garten in Indien bestaunen.

So mischten sich Märchen, Liebes- und Abenteuergeschichte, die die Schülerinnen und Schüler auch deshalb fesselten, weil sie in die Rollen der einzelnen Figuren schlüpfen und die Puppen agieren lassen durften. Das faszinierte die Zehnjährigen: Sie blieben nicht nur Zuschauer, sie waren nicht nur dabei, sondern sie wurden in die Abenteuer der Figuren involviert. Sie wurden zu König und Königin, zu Prinz und Prinzessin, der guten oder bösen Fee oder zum Vogel, der die Prinzessin auf den Glasberg trägt. Während die Kinder sich wie selbstverständlich in ihre jeweilige Rolle hineindachten, erfreuten sich die Lehrkräfte an der sichtbaren Spielfreude ihrer Schülerinnen und Schüler.

Friedel Liedhegener berichtet am Ende von seinen Erfahrungen im „wirklichen“ Indien und von seinen kuriosen Begegnungen sowie spannenden Erlebnissen dort vor Ort. Diese wahren Begebenheiten interessierten die Kinder ebenso wie die erfundenen Märchen. Zum Deutschunterricht gehört eben beides: Wissen über die Welt und Verzaubertsein von der Welt.

 

Text und Bild: Andrea Pöschl

Das Jahr 2025 war das Jahr der Quantenwissenschaft und Quantentechnologie, in dem das 100-jährige Jubiläum der Quantenphysik gefeiert wurde.

Passend dazu brach das Leistungsfach Physik der Q13 des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums (Lohr) unter der Leitung von Herrn Keßelring zu einer zweitägigen Exkursion nach München auf. Im Rahmen dieser Fahrt sollten die Schüler interessante neue Einblicke in die Quantenphysik und ihre vielseitigen Forschungsfelder gewinnen, sowie viele schöne Erinnerungen mit ihren Mitschülern sammeln.

Den ersten Tag verbrachte die Gruppe auf dem Campus der TU München in Garching. Erste Station war die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II), wo sie erfuhr, wie Neutronen aus Kernspaltung zur zerstörungsfreien Untersuchung von Materialien genutzt werden. So können Neutronen beispielsweise Auskunft über das Innere von Dinosaurierei-Fossilien geben, ohne diese zu beschädigen. Eine große permanente Nebelkammer zog die Schüler in ihren Bann, wie natürliche radioaktive Strahlung auf dem Weg durch die Kammer die typischen Nebel-Spuren hinterließ.

Anschließend führte der Kurs im „PhotonLab“ des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik eigene Experimente durch, darunter den Quantenradierer sowie einfache Anwendungen der Quantenkryptographie. Diese verdeutlichten die einzigartigen Eigenschaften eines Quantenobjekts, das sich je nachdem, ob Informationen über seine Position vorliegen, wie eine Welle oder wie ein Teilchen verhält. Deshalb kann die Quantenphysik beispielsweise für abhörsichere, verschlüsselte Kommunikation genutzt werden.

Am Abend besuchte die Gruppe noch die Europäische Südsternwarte (ESO), die mit einer großen Ausstellung und einer beeindruckenden Planetariumsshow die Schönheit und Komplexität unseres Universums präsentierte.

Gemütlich ließ man den Tag schließlich bei einem gemeinsamen Pizzaessen ausklingen.

Am zweiten Tag nahm der Kurs am „Tag der Quantenphysik“ der LMU München teil. Dort wurde eine Vielzahl von Vorträgen zu zukunftsweisenden Forschungsfeldern wie Quantencomputern, Quantensimulationen und der Bedeutung der Quantenphysik für die Astronomie angeboten. Ein besonderes Highlight war der Vortrag „Quantenphysik im Universum“ von Professor Dr. Harald Lesch, einem bekannten Astrophysiker und Wissenschaftsjournalisten. Außerdem nahmen die Schüler an einer Laborführung durch ein Quantensensorik-Labor teil. Dabei erklärten die Forschenden, wie an der LMU an Supraleitern – elektrischen Leitern, die bei sehr niedrigen Temperaturen nahezu keinen Widerstand besitzen – geforscht wird und wie der Quantentunneleffekt zur Materialuntersuchung genutzt werden kann. Zwischen den Vorträgen konnten sich die Schüler an verschiedenen Ständen im Lichthof der Universität zu Themen wie Elementarteilchenphysik, Festkörpertheorie und Quantenmaterialien informieren. Die Gespräche mit Forschenden und Studierenden der LMU München boten Raum für weitere Fragen rund um die Quantenphysik. Den Abschluss des Tags der Quantenphysik bildete der Vortrag „Die kältesten Rechner der Welt“ von Prof. Dr. Immanuel Bloch.

Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Erkenntnissen und einem tieferen Verständnis für die Welt der Quantenphysik kehrte der Physik-Leistungskurs am Samstagabend mit dem Zug nach Lohr zurück.

Anka Fahrbach, Q13



Advent heißt Warten

Nein, die Wahrheit ist

Dass der Advent nur laut und schrill ist

Ich glaube nicht

Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe komme

Dass ich den Weg nach innen finde

Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt

Es ist doch so

Dass die Zeit rast…

Dieser Text von Iris Macke zeigt ganz passend die Situation, in der wir uns jährlich in der Vorweihnachtszeit befinden. Und auch der schulische Alltag lässt gerade vor Weihnachten wenig Zeit für eine Einstimmung auf das christliche Fest. Das gilt für Lehrpersonen wie auch für die Schülerinnen und Schüler. Liest man den Text allerdings von hinten nach vorne, so ergibt sich ein „Perspektivenwechsel“. Diesen wollten die Fachschaften Musik und Religion mit den Adventsandachten in der Aula den teilnehmenden Klassen der Unter-, Mittel- und Oberstufe ermöglichen.

Drei Personen standen dieses Mal im Mittelpunkt der meditativen Texte: Lucia, Barbara und Josef. Alle drei können in verschiedener Hinsicht Vorbild sein für uns – im „Leuchten“, „Hoffen“ und „Bleiben“. Durch Bildkarten und Musikstücke, vorgetragen von den Kindern der 5. Klassen, wurden die Gedanken passend untermalt, sodass in der durch Schulaufgaben belasteten Zeit etwas adventliche Stimmung einkehren konnte.

Andrea Pöschl

 

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