Die Geschichte des Ritters Kunibert


Die Geschichte des Ritters Kunibert – ein Hörspielprojekt der Klasse 7a

„Erfolg beruht nicht darauf, nie hinzufallen, sondern darauf, nach jedem Fall wieder neu aufzustehen.“ Dieser bekannte Sinnspruch wird zumeist dem irischen Schriftsteller Oliver Goldsmith zugeschrieben, könnte aber ebenso gut auch die Geschichte der mittelalterlichen Helden zusammenfassen, denen die Klasse 7a zum Ausklang des Schuljahres 2020/2021 im Deutschunterricht Leben eingehaucht hat.

Schon vor 800 Jahren berichtet Hartmann von Aue uns vom abenteuerlustigen Artusritter Iwein, der auf dem Höhepunkt seines Ruhmes an – neudeutsch gesprochen – schlechtem Terminmanagement scheitert und seinen Platz in der Gesellschaft auf ewig verspielt zu haben scheint. Doch dem hartnäckigen Ritter gelingt es, sich den eigenen Fehlern zu stellen und schließlich nach einer langen Reihe spektakulärer Abenteuer geläutert in die Arme seiner geliebten Burgherrin zurückzukehren. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a haben sich dieser faszinierenden Figur der europäischen Literaturgeschichte über die Neubearbeitung von Felicitas Hoppe („Iwein Löwenritter“) angenähert und im Anschluss daran das getan, was das Wesen vieler mittelalterlicher Heldenepen ausmacht: Sie haben die Impulse aus dem Text aufgegriffen, ihrer eigenen Kreativität und Fabulierlust freien Lauf gelassen und eine eigene Rittererzählung entworfen.

Ebenso wie das mittelalterliche Vorbild, dem Alt und Jung am warmen Kamin gelauscht haben mögen, richtet sich auch unsere Geschichte an ein hörendes Publikum. Die Taten des Ritters Kunibert (so der Name unseres „Lohrer“ Helden) wurden zuerst als Drehbuch verfasst und später von den Schülerinnen und Schülern selbst vertont. Um der Geschichte eine wendungsreiche Handlung zu verleihen, wurde zuerst gemeinsam ein grobes Story-Gerüst skizziert und danach in Teams an einzelnen Etappen des Drehbuches gearbeitet. Ganz nebenbei schulten die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise wichtige Schlüsselqualifikationen für den Umgang mit großen Projekten: Wie lässt sich ein ambitioniertes Vorhaben auf die Schultern mehrerer Gruppen verteilen? Wie schaffe ich es, Arbeitsergebnisse meiner Gruppe effektiv an die anderen Beteiligten weiterzugeben? Wie nutze ich ein einfaches digitales Werkzeug wie das Etherpad zur Organisation meiner Zusammenarbeit?

Das Ergebnis aller Mühen, die die Schülerinnen und Schüler in den letzten Wochen innerhalb und außerhalb des Unterrichts in das Projekt investiert haben, steht allen Interessierten nun zum Download bereit. Danke an alle Mitglieder der Schulfamilie, die uns bei der Durchführung dieses besonderen Vorhabens unterstützt haben!

Eine abschließende Anmerkung: Die stimmungsvolle Sarabande, die dem Hörspiel seinen Rahmen gibt, wurde von den Schülerinnen und Schülern selbst eingespielt. Für die übrige musikalische Untermalung haben wir uns der CC-BY-lizensierten Stücke des norwegischen Songwriters Alexander Nakarada bedient.

 

 

Debattenwettbewerb


Debatten über Umweltschutz und Digitalisierung

Debattieren digital - geht das? Klar, aber schöner ist es doch, dem Kontrahenten direkt gegenüber zu sitzen. Deshalb wurde der Debattenwettbewerb am Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium auf das Schuljahresende verschoben. Am 21.07.2021 traten zwölf Schüler aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe in einem schulinternen Wettbewerb gegeneinander an.

Die erste Debatte startete sofort mit spannenden Argumenten zum Thema, ob Grünflächen in Lohr insektenfreundlicher gestaltet werden sollten. Auf der Pro-Seite wurde von Lukas Rausch und Marie Wirzberger die Wichtigkeit des Insektenschutzes betont, wobei Jonas Keller und Jonathan Willert in Frage stellten, ob dabei der Aufwand zum Nutzen in einem annehmbaren Verhältnis steht.

In der zweiten Debatte äußerten sich Louis Pferr und Moritz Stürmer zum selben Thema. Die beiden setzten sich für mehr insektenfreundliche Bepflanzung in Lohr ein, u.a. um die Stadt naturnäher zu gestalten, wohingegen auf der Contra-Seite Johann Steigerwald und Niklas Amend sich eher für den Insektenschutz im ländlicheren Bereich stark machten.

Die dritte Gruppe diskutierte darüber, ob alle Schüler ein Tablet in der Schule verwenden sollten. Bei diesem Thema konnten die Schüler auf eigene Erfahrungen zurückgreifen; denn viele haben während des Lockdowns und darüber hinaus ein Tablet verwendet. Max Prechtl und Antonia Bönsch plädierten für den Einsatz von Tablets. Timo Schomberg und Jonas Frankenberger machten immer wieder auf rechtliche Schwierigkeiten aufmerksam und konnten mit dem Hinweis auf die entsprechenden Gesetze punkten.

Im Finale traten die vier besten Schüler aus den drei Vorrunden an. Hier debattierten die Jugendlichen über die aktuelle Frage, ob bei der Digitalisierung eher auf bereits existente Programme großer Firmen gesetzt werden oder ein eigenes Programm speziell für die Schule entwickelt werden sollte. Louis Pferr und Lukas Rausch betonten, dass z.B. Unternehmen wie Microsoft hervorragend strukturierte Systeme zum Arbeiten bieten. Marie Wirzberger und Jonathan Willert antworteten mit dem Verweis auf Probleme beim Datenschutz. Lukas Rausch konnte mit seinen Argumenten und seiner Gesprächsfähigkeit die Jury von sich überzeugen und erhielt als Sieger des Debattenwettbewerbs einen Buchpreis.

 

Artikel Johanna Mehling
Foto Sonja Siegismund

 

 

Schulwettbewerb Jugend debattiert 2020


Schulwettbewerb Jugend debattiert 2020

Am Donnerstag, dem 23.01.2020 fand der Schulentscheid des deutschen Debattierwettbewerbs „Jugend debattiert“ am FLvEG statt. Alle Debattanten, Juroren und Zuschauer erlebten spannende Diskussionen zu aktuellen Themen.

Der Wettbewerb begann mit den zahlreichen Teilnehmern der Sekundarstufe 1. Diskutiert wurde darüber, ob Innenstädte für große Geländewägen (SUVs) gesperrt werden sollen. Letztendlich konnten sich Antonia Bönsch, Timo Schomberg, Jonas Frankenberger und Lukas Rausch durchsetzen und zogen in die Finalrunde ein.

Die Streitfrage der Finaldebatte lautete: Soll die Teilnahme an den Bundesjugendspielen für Schülerinnen und Schüler freiwillig sein? Es entstand eine hitzige Debatte, in der Pro- und Contraseite immer wieder neue, einfallsreiche Argumente brachten und es den Juroren so nicht leicht bei deren Entscheidung machten. Die Jury bestand nicht ausschließlich aus Lehrern, sondern zum größten Teil aus interessierten Schülern, welche die Debatte kritisch bewerteten und am Ende jedem Debattanten ein konstruktives Feedback gaben.

Die Juroren kamen schließlich zu einer Entscheidung und kürten Jonas Frankenberger und Timo Schomberg zum Schulsieger. Sie werden das Gymnasium bei dem kommenden Regionalentscheid in Aschaffenburg vertreten.

In der Sekundarstufe 2 debattierten Lysander Pleier, Christina Kliegl, Malte Böhme und Nele Aulenbach um den Schulsieg. In dieser Finaldebatte ging es um die Streitfrage, ob ein Fach ökologisches Verhalten an Schulen eingeführt werden soll. Letztendlich landete Nele Aulenbach sehr knapp auf Platz 1, nur einen Punkt vor Christina Kliegl, die einen hervorragenden zweiten Platz belegte.

Der diesjährige Schulwettbewerb war für alle Beteiligten eine sehr bereichernde Erfahrung und brachte neue Erkenntnisse sowie Denkanstöße. Wir hoffen, dass Jugend debattiert auch in Zukunft am FLvEG stattfinden wird und wünschen allen Schulsiegern viel Glück in der kommenden Runde.

Katharina Brosche und Lisa Rogall

 

 

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