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Projektwoche "Bauphysik", WAREMA
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28.03.2019-04.04.2019
Schüleraustausch England

"Train-Kids" und "Edelweißpiraten"


Besuch zweier Jahrgangsstufen zu Lesung in der Stadtbibliothek im Alten Rathaus



Lebhaft ging es Ende Februar zu im Saal des Alten Rathauses am Dienstagvormittag, als jeweils ca. 65 Schülerinnen und Schüler des Franz-Ludwig-von Erthal-Gymnasiums dem Jugendbuchautor Dirk Reinhardt zuhörten.

Die 8. und 9. Klassen des Lohrer Gymnasiums trafen den Münsteraner Autor, der auf Einladung von Stadtbibliothek und Gymnasium angereist war.

Der Titel „Train Kids" sprach die jüngeren Jugendlichen an:

Überall auf der Welt sind Menschen unterwegs, die der Armut, Gewalt oder Kriminalität in ihrer Heimat entfliehen wollen. Viele Kinder und Jugendliche sind darunter. Besonders dramatisch ist die Situation in Mexiko, wo Zehntausende von ihnen versuchen, in die USA zu kommen - die meisten auf der Suche nach ihren Müttern, die dort arbeiten und sie alleine zurückgelassen haben. Der Weg durch Mexiko - auf den Dächern der Güterzüge - ist gefährlich. Die jungen Leute werden von Räubern verfolgt, von der Polizei gejagt, kämpfen mit Hunger und Durst, leiden unter der Hitze im Dschungel, der Kälte im Gebirge und der Trockenheit in der Wüste. Und dann wartet das größte Hindernis auf sie: die schwer bewachte Grenze zu den USA. Vom Schicksal der jungen Leute erzählt der Jugendroman. Dieser war für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, hat den Friedrich-Gerstäcker-Preis und den katalanischen Jugendliteraturpreis »Protagonista Jove« gewonnen und ist inzwischen vielfach Schullektüre.

In einer ganz anderen Zeit leben die „Edelweißpiraten". Aus diesem, seinem Buch las Reinhardt der 9. Jahrgangsstufe vor: „Edelweißpiraten" nannten sich  Arbeiterjugendliche, die sich im Nationalsozialismus nicht auf den Krieg vorbereiten lassen wollten. Sie wurden von der Gestapo verfolgt, verfassten Flugblätter und gingen in den Untergrund. Ähnlich wie die jugendlichen Migranten in Mexiko konnten auch sie ihr Schicksal nur meistern, weil sie bedingungslos füreinander einstanden und eine enorme Solidarität entwickelten. Von ihrer Geschichte erzählt der Jugendroman, der auch in ein Theaterstück umgesetzt wurde.

Die beiden Lesungen wurden bereichert mit Bildern und Sachinformationen durch den Autor, der selbst für Recherchen nach Mexiko gereist war und betroffene junge Leute vor Ort kennenlernte. Mit dem Thema der „Edelweißpiraten" beschäftigt sich der promovierte Historiker Reinhardt seit seiner Jugend, die er in der Nähe von Köln verbracht hat.

(Sylvia Rosenberger)

 

 

Lesen macht Spaß - Vorlesen noch mehr!


Klassenübergreifendes Projekt am Gymnasium im Rahmen des 15. bundesweiten Vorlesetags

Am Freitag, dem 16. November, fand im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages ein Projekt von Schülerinnen der 9. Klasse mit Schülerinnen und Schülern der 5. Jahrgangsstufe am Lohrer Gymnasium statt. Die Teenager hatten sich bereit erklärt, den Kindern der 5. Klasse, die sich im Medienatelier gemütlich in die Kissen kuschelten, aus ihren mitgebrachten Büchern vorzulesen.

Sie erlebten gemeinsam Abenteuer und entschieden wie dieses verlaufen wird in „1000 Gefahren in den Tiefen des Meeres“ und „Die Pyramide der 1000 Gefahren“.

Die Kinder teilten begeistert mit, wie gut es ihnen gefallen habe, in der Hoffnung, dass sich so eine Stunde in diesem Schuljahr noch ein Mal wiederholen lasse. Aber auch den älteren Schülerinnen hat die Veranstaltung Spaß gemacht.

Der bundesweite Vorlesetag, eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und Freude am Lesen wecken. Insgesamt lasen dieses Jahr bundesweit über 140.000 Freiwillige „kleinen und großen Zuhörern“ verschiedenste Geschichten vor. Hoffentlich werden die Kinder durch weitere Vorlesetage selber einmal zu eifrigen Bücherwürmern!

(Foto und Text: Andrea Pöschl und Miriam Kruse)

 

 

Alexa, Siri und Co – Lesung und Werkstattgespräch mit den Autoren Emma Kress und Andreas Peter


Alexa, Siri und Co –Lesung und Werkstattgespräch mit den Autoren Emma Kress und Andreas Peter 

„Wie endete das Spiel der deutschen Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 gegen Südkorea?“ „Wie hieß der Gegner der deutschen Fußballelf bei der WM 2014 im Halbfinale?“ Diese und andere kluge oder auch weniger intelligente Fragen kann man Siri bzw. Alexa stellen, und man bekommt meist eine Antwort – schnell und unproblematisch. Dass eine künstliche Intelligenz aber durchaus eine Gefahr für den Nutzer darstellen kann, zeigt das Buch „Existenz“, eine verlängerte Kurzgeschichte (so die Gattungsbezeichnung durch den Autor selbst).

Für einen Teil der 8. Jahrgangsstufe stand gegen Ende des Schuljahres 2017/18 der ortsansässige Autor Andreas Peter Rede und Antwort zu seiner Erzählung, in der sich eine neue interaktive, künstliche Intelligenz für Spielkonsolen bzw. Computer in das Leben der Hauptfigur einmischt. Bei der Lesung aus seinem Werk wurde er unterstützt durch Emma Kress, die die Computerstimme übernahm.

Andreas Peter, der eigentlich als Werbetexter arbeitet, veröffentlicht seine Bücher im Selbstverlag; auch von ihm gelesene Hörbücher sind im Netz zu finden. Auf Nachfrage der Schüler gab er an, dass sich der Plot zunächst als einfacher Gedanke entwickelt und er dann die Geschichte in drei Tagen niedergeschrieben habe. In Filmen wie „Zurück in die Zukunft“ oder „Krieg der Sterne“ sowie in der rasanten Entwicklung in den 1980/90er Jahren habe sich eine zunehmende Digitalisierung und Automatisierung bereits abgezeichnet. Nachfolger wie zum Beispiel „I, Robot“ nähmen die Thematik ebenfalls auf. Dass Andreas Peter mit dem Thema den Nerv der Zeit trifft, zeigen sowohl das vor Kurzem auf You Tube erschienene Video „Will Smith tried to kiss Sophia al Robot“ als auch das Interesse der Schülerinnen und Schüler.

Emma Kress, die ebenfalls schreibt, sich aber eher auf Fantasy-Literatur spezialisiert, beantwortete die zahlreichen Fragen der Jugendlichen, berichtete über ihre schriftstellerischen Versuche sowie über die Teilnahme an Poetry Slams.

(Andrea Pöschl)


 

 

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