Schülerin des Lohrer Gymnasiums wird Landessiegerin


Eine besondere Herausforderung: Jugend debattiert online

Anlass zu Diskussionen gibt die gesellschaftliche und politische Situation zur Zeit in großem Ausmaß. Mit Hilfe der Wettbewerbsregeln von Jugend debattiert lernen die SchülerInnen, dem Gesprächspartner aufmerksam zuzuhören und die eigene Position sorgfältig zu begründen. Jeweils zwei Schüler vertreten in einer Debattenrunde immer die Pro-, zwei weitere die Contra-Seite.
 
Beim Schulwettbewerb im Februar konnten sich in mehreren Runden je vier SchülerInnen auf der Bühne der Aula direkt in die Augen sehen. Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen fand der Regionalwettbewerb jedoch digital statt. Mit Hilfe des Programmes Alfaview debattierten die SchülerInnen verschiedener unterfränkischer Gymnasien am 22.02.2022 via Internet miteinander. Dabei mussten die SchülerInnen die Herausforderung meistern, ihre Argumente bestmöglich zu präsentieren und gleichzeitig die Technik im Blick zu behalten. Drei SchülerInnen aus dem Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium meisterten die Situation hervorragend: Lukas Rausch (Q11) erlangte in der Altersstufe Sek II den ersten Platz und vertrat gemeinsam mit Carla Schmitt (9a) und Anka Fahrbach (9b), die in der Sek I die ersten beiden Plätze belegten, das Lohrer Gymnasium im Landeswettbewerb.
Statt einer Fahrt nach München mit einer Debatte im Landtag mussten die drei SchülerInnen am 09.05.2022 allerdings erneut zu einem digitalen Schlagabtausch antreten. In zwei Qualifikationsrunden hatten die Debattanten Zeit, sich zu präsentieren. Anka Fahrbach durfte das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium schließlich im Landesfinale vertreten. Sie zeigte in einer lebhaften Debatte zum Thema „Soll in Deutschland für Eltern, die ihr erstes Kind erwarten, ein verpflichtender Elternführerschein eingeführt werden?“ große Sachkenntnis. Damit überzeugte sie die Jury und gewann in ihrer Altersgruppe den Landeswettbewerb.

 

 

Debattenwettbewerb


Debatten über Umweltschutz und Digitalisierung

Debattieren digital - geht das? Klar, aber schöner ist es doch, dem Kontrahenten direkt gegenüber zu sitzen. Deshalb wurde der Debattenwettbewerb am Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium auf das Schuljahresende verschoben. Am 21.07.2021 traten zwölf Schüler aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe in einem schulinternen Wettbewerb gegeneinander an.

Die erste Debatte startete sofort mit spannenden Argumenten zum Thema, ob Grünflächen in Lohr insektenfreundlicher gestaltet werden sollten. Auf der Pro-Seite wurde von Lukas Rausch und Marie Wirzberger die Wichtigkeit des Insektenschutzes betont, wobei Jonas Keller und Jonathan Willert in Frage stellten, ob dabei der Aufwand zum Nutzen in einem annehmbaren Verhältnis steht.

In der zweiten Debatte äußerten sich Louis Pferr und Moritz Stürmer zum selben Thema. Die beiden setzten sich für mehr insektenfreundliche Bepflanzung in Lohr ein, u.a. um die Stadt naturnäher zu gestalten, wohingegen auf der Contra-Seite Johann Steigerwald und Niklas Amend sich eher für den Insektenschutz im ländlicheren Bereich stark machten.

Die dritte Gruppe diskutierte darüber, ob alle Schüler ein Tablet in der Schule verwenden sollten. Bei diesem Thema konnten die Schüler auf eigene Erfahrungen zurückgreifen; denn viele haben während des Lockdowns und darüber hinaus ein Tablet verwendet. Max Prechtl und Antonia Bönsch plädierten für den Einsatz von Tablets. Timo Schomberg und Jonas Frankenberger machten immer wieder auf rechtliche Schwierigkeiten aufmerksam und konnten mit dem Hinweis auf die entsprechenden Gesetze punkten.

Im Finale traten die vier besten Schüler aus den drei Vorrunden an. Hier debattierten die Jugendlichen über die aktuelle Frage, ob bei der Digitalisierung eher auf bereits existente Programme großer Firmen gesetzt werden oder ein eigenes Programm speziell für die Schule entwickelt werden sollte. Louis Pferr und Lukas Rausch betonten, dass z.B. Unternehmen wie Microsoft hervorragend strukturierte Systeme zum Arbeiten bieten. Marie Wirzberger und Jonathan Willert antworteten mit dem Verweis auf Probleme beim Datenschutz. Lukas Rausch konnte mit seinen Argumenten und seiner Gesprächsfähigkeit die Jury von sich überzeugen und erhielt als Sieger des Debattenwettbewerbs einen Buchpreis.

 

Artikel Johanna Mehling
Foto Sonja Siegismund

 

 

Schulwettbewerb Jugend debattiert 2020


Schulwettbewerb Jugend debattiert 2020

Am Donnerstag, dem 23.01.2020 fand der Schulentscheid des deutschen Debattierwettbewerbs „Jugend debattiert“ am FLvEG statt. Alle Debattanten, Juroren und Zuschauer erlebten spannende Diskussionen zu aktuellen Themen.

Der Wettbewerb begann mit den zahlreichen Teilnehmern der Sekundarstufe 1. Diskutiert wurde darüber, ob Innenstädte für große Geländewägen (SUVs) gesperrt werden sollen. Letztendlich konnten sich Antonia Bönsch, Timo Schomberg, Jonas Frankenberger und Lukas Rausch durchsetzen und zogen in die Finalrunde ein.

Die Streitfrage der Finaldebatte lautete: Soll die Teilnahme an den Bundesjugendspielen für Schülerinnen und Schüler freiwillig sein? Es entstand eine hitzige Debatte, in der Pro- und Contraseite immer wieder neue, einfallsreiche Argumente brachten und es den Juroren so nicht leicht bei deren Entscheidung machten. Die Jury bestand nicht ausschließlich aus Lehrern, sondern zum größten Teil aus interessierten Schülern, welche die Debatte kritisch bewerteten und am Ende jedem Debattanten ein konstruktives Feedback gaben.

Die Juroren kamen schließlich zu einer Entscheidung und kürten Jonas Frankenberger und Timo Schomberg zum Schulsieger. Sie werden das Gymnasium bei dem kommenden Regionalentscheid in Aschaffenburg vertreten.

In der Sekundarstufe 2 debattierten Lysander Pleier, Christina Kliegl, Malte Böhme und Nele Aulenbach um den Schulsieg. In dieser Finaldebatte ging es um die Streitfrage, ob ein Fach ökologisches Verhalten an Schulen eingeführt werden soll. Letztendlich landete Nele Aulenbach sehr knapp auf Platz 1, nur einen Punkt vor Christina Kliegl, die einen hervorragenden zweiten Platz belegte.

Der diesjährige Schulwettbewerb war für alle Beteiligten eine sehr bereichernde Erfahrung und brachte neue Erkenntnisse sowie Denkanstöße. Wir hoffen, dass Jugend debattiert auch in Zukunft am FLvEG stattfinden wird und wünschen allen Schulsiegern viel Glück in der kommenden Runde.

Katharina Brosche und Lisa Rogall

 

 

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