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Welt der Märchen ins Medienatelier geholt

Spiel der Lohrer Puppenbühne mit Friedel Liedhegener und Kindern der 5. Klassen des Gymnasiums

Wenn die adventliche Zeit beginnt, darf ein Film im Programm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht fehlen: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Und auch andere Märchenfilme stehen vor Weihnachten hoch im Kurs. Ebenso ist das Spiel des Lohrers Friedel Liedhegener ein fester Bestandteil des außerunterrichtlichen Angebots für die Unterstufe des Lohrer Gymnasiums. Liedhegener nimmt in seinem Puppenspiel die Kinder der fünften Klasse mit auf eine Reise in den Orient und nach Asien. Die in Indien gefertigten, liebevoll gestalteten Figuren und Tiere lassen die märchenhaften Geschichten lebendig werden.

Im ersten Abenteuer entführte der Lohrer die Kinder ins „Schloss auf dem Glasberg“: Der Prinz wird von einem Vogel entführt und sieht in dessen Garten eine wunderschöne Prinzesin, die er unbedingt heiraten will. Mit Klugheit und List bringt er ein Tuch, das ihn unsichtbar machen, und einen Stab, der in zu jedem erdenklichen Platz auf der Welt bringen kann, an sich. Er folgt Spur der Prinzessin bis ans Ende der Welt und findet sie schließlich in einem Schloss auf dem Glasberg. Prüfung bestanden! Die Hochzeit kann gefeiert werden. Im zweiten Märchen musste die Nachfolge des Königs entschieden werden, die schließlich Prinz Achmed aufgrund des Einwirkens einer Fee antritt. Diese sorgte dafür, dass der etwas angeberische junge Mann die gestellten Aufgaben erfüllen konnte. Für die egoistische große Schwester des Prinzen wünschten sich die Kinder, dass sie als Säule erstarrt bleiben soll. Deshalb kann man sie heute noch in einem Garten in Indien bestaunen.

So mischten sich Märchen, Liebes- und Abenteuergeschichte, die die Schülerinnen und Schüler auch deshalb fesselten, weil sie in die Rollen der einzelnen Figuren schlüpfen und die Puppen agieren lassen durften. Das faszinierte die Zehnjährigen: Sie blieben nicht nur Zuschauer, sie waren nicht nur dabei, sondern sie wurden in die Abenteuer der Figuren involviert. Sie wurden zu König und Königin, zu Prinz und Prinzessin, der guten oder bösen Fee oder zum Vogel, der die Prinzessin auf den Glasberg trägt. Während die Kinder sich wie selbstverständlich in ihre jeweilige Rolle hineindachten, erfreuten sich die Lehrkräfte an der sichtbaren Spielfreude ihrer Schülerinnen und Schüler.

Friedel Liedhegener berichtet am Ende von seinen Erfahrungen im „wirklichen“ Indien und von seinen kuriosen Begegnungen sowie spannenden Erlebnissen dort vor Ort. Diese wahren Begebenheiten interessierten die Kinder ebenso wie die erfundenen Märchen. Zum Deutschunterricht gehört eben beides: Wissen über die Welt und Verzaubertsein von der Welt.

 

Text und Bild: Andrea Pöschl

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