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stehend von links: Karin Kemmer-Frank, Lillith Hofstötter, Lena Hofmann, Leni Heidenfelder, Svenja Scholz
sitzend von links: Marie Glaab, Ndapewa Günther



Sichtbare Lesefreude beim Schulentscheid

Ndapewa Günther wurde zur besten Vorleserin am Gymnasium in Lohr am Main gewählt. Die Sechstklässlerin setzte sich im Vorlesewettbewerb am 5. Dezember 2025 gegen drei Mitschülerinnen durch. Jungen waren in der Finalistengruppe zwar leider keine vertreten, aber bei Erkrankung hätten sie als Nachrücker gut einspringen können.

Mit Engagement und Lesefreude waren die Schülerinnen der Klassen 6a und 6b am Start und stellten Passagen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Vor allem spannende, aber auch lustige Textseiten wurden von den Kindern der Unterstufe gewählt. Die vorgelesenen Szenen stammten zum Beispiel aus der Kinder- und Jugendbuchreihe „Woodwalkers“ oder dem beliebten Kinderbuch „Ein Mädchen namens Willow“ von Sabine Bohlmann. Ein Mädchen las eine Textstelle aus „Die Schule der magischen Tiere – Das Buch zum Film“, während sich eine andere Teilnehmerin vom Bücherregal ihres Bruders inspirieren ließ und eine Stelle aus dem mittlerweile schon zum Klassiker avancierten Comicroman „Greg’s Tagebuch“ von Jeff Kinney zum Besten gab.

Neben diesen vorbereiteten Textzeilen mussten die Mädchen auch beim Vorlesen eines unbekannten Textes bestehen. Hierfür hatten die Lehrkräfte das Jugendbuch „Immer kommt mir das Leben dazwischen“ ausgesucht. Darin geht es um Karl, der – seit ihm im Traum sein toter Opa erschienen ist – unbedingt Youtube-Star werden will. Aber immer kommt ihm etwas dazwischen: Seine Oma will in eine Hippie-WG ziehen und seine Cousins lüften ein Familiengeheimnis. Kathrin Schrocke ist 2024 für ihren Jugendroman „Weiße Tränen“ mit dem Lohrer Lesepreis im Rahmen des Lohrer Literaturfestivals ausgezeichnet worden. Sie beschreibt diese Geschichte von Karl mit Humor und Herz, sodass man als Leser gleichzeitig lachen muss, aber auch traurig sein kann.

Ndapewa Günther aus Klasse 6b konnte diese Mischung der Gefühle am besten von allen vier Leserinnen in den ihr unbekannten Text legen und deshalb die Jury mit ihrer Vorleseleistung überzeugen. Sie wird im Februar ihre Schule auf Kreisebene vertreten. Auf dem zweiten Platz landete Marie Glaab, Klasse 6a. Die beiden anderen Kandidatinnen lagen in ihren guten Leistungen so nah beieinander, dass es der Jury – bestehend aus Lillith Hofstötter, Schülerin der 8. Klasse und Gewinnerin des Kreisentscheids von 2023, sowie Studiendirektorin Karin Kemmer-Frank sowie Verwaltungsfachkraft Svenja Scholz – schwer fiel, hier weitere Abstufungen vorzunehmen.

Alle klassen- und schulbesten Vorleserinnen wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Zusätzlich erhielten sie als Dankeschön für ihr Engagement und den Mut, vor Klassenkameraden aufzutreten, etwas Süßes und Buchgeschenke bzw. Kalender. Diese waren zum Teil von der Buchhandlung Schöningh gespendet worden.

Bundesweit nehmen jährlich rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassenstufe am Vorlesewettbewerb teil. Er ist einer der größten und traditionsreichsten Schülerwettbewerbe Deutschlands und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Die Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank fördert die Entscheide auf der regionalen Ebene.

Dass Geodaten alles andere als trocken und theoretisch sein müssen, zeigte uns Thomas Meier vom Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung eindrucksvoll während eines zweitägigen Workshops an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS). Mit seinem fundierten Fachwissen und seiner Begeisterung fürs Experimentieren machte er deutlich, wie kreativ und lebendig die Welt der Geovisualisierung sein kann.

Gemeinsam mit Herrn Hofmann verbrachte der CAD-Wahlkurs zwei intensive Tage im Studiengang Geovisualisierung bei Stefan Sauer. Schon beim Einstieg in das Thema Open Source und Closed Source wurde klar, wie vielfältig moderne Werkzeuge in der Geodatenverarbeitung sind. Anschließend beschäftigten wir uns mit der Nutzung von Open Data Bayern und bereiteten diese Daten in QGIS auf, wo wir erste Erfahrungen im Bearbeiten und Editieren von Geodaten sammeln konnten.

In Blender lernten wir, Geodaten zu importieren, Kamerafahrten zu planen und diese anschließend als Einzelbilder zu rendern. Das daraus entstehende Material bearbeiteten wir weiter in After Effects, indem wir aus den Bildern ein vollständiges Video mit Vor- und Abspann und passenden Texteinblendungen erstellten. Dabei verirrte sich auch ein Ufo in die Voralpenwelt des Schliersees.





Weiterhin beschäftigten wir uns mit der Erstellung multimedialer StoryMaps, in denen sich Videos, Karten und Bilder zu anschaulichen Webpräsenzen verbinden. Weiter ging es mit Cesium, wo wir aus offenen Geodaten eine interaktive 3D-Welt konstruierten. Anschließend tauchten wir noch in die Welt der Augmented Reality ein und entwickelten eine eigene AR-Darstellung. 

Hier finden Sie den Beitrag der THWS:
https://geovisualisierung.com/2025/12/09/urlaub-am-schliersee/

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Stefan Sauer und Thomas Meier! 

Am 10. November 2025 fand zum zweiten Mal ein Spendenlauf am Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium in Lohr statt, an dem Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 mit viel Enthusiasmus und Teamgeist teilnahmen. Der Lauf wurde hauptsächlich aus zwei Gründen organisiert und durchgeführt: Zum einen, um die sportliche Aktivität der Schüler zu fördern und zum anderen, um soziale Projekte zu unterstützen.

Bereits in den Wochen vor dem Event waren die Schülerinnen und Schüler eifrig dabei, Sponsoren zu finden, die sie pro gelaufener Runde unterstützen würden. Die Vorfreude war groß und die Motivation, möglichst viele Runden zu laufen, war spürbar. Am Tag des Spendenlaufs sammelten sich alle Teilnehmer auf dem Sportgelände, wo der Start-/Ziel-Bereich der ca. 1,1 km langen Runde um das Schulgelände war.

Nach einem gemeinsamen Countdown der über 400 Schüler fiel der Startschuss und die Nettolaufzeit von 45 Minuten begann. Die Strecke war gut markiert - wobei auch einige ältere Schülerinnen und Schüler als Streckenposten mithalfen - und bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern so die Möglichkeit, ihre Ausdauer und ihren Teamgeist unter Beweis zu stellen. Viele liefen in Gruppen, unterstützten sich gegenseitig und hatten dabei sichtlich Spaß. Für eine kleine Stärkung zwischendurch sorgte Obst in Form von Bananen und Äpfeln, die der E-Center Engelhard Lohr freundlicherweise beisteuerte. Die Stimmung war ausgelassen, am Rand der Strecke wurde tatkräftig von den Lehrkräften angefeuert und zusätzlich motiviert. Die Freude am Sport war deutlich zu spüren. Einige Schülerinnen und Schüler schafften sogar bis zu 10 Runden in der vorgegebenen Zeit.

Am Ende des Tages konnten über 4400€ erlaufen werden. Dieses beeindruckende Ergebnis zeigt sowohl das Engagement der einzelnen Jugendlichen, wie auch die Unterstützung der gesamten Schulgemeinschaft. Die gesammelten Gelder werden zwei sozialen Projekten zugutekommen, die global (World Bicycle Relief) und lokal (Lebenshilfe MSP) helfen sollen.


Der Spendenlauf war wieder ein voller Erfolg. Er hat das sportliche Miteinander gefördert und das Bewusstsein für soziale Verantwortung gestärkt. Die Schülerinnen und Schüler des FLvEG haben einmal mehr bewiesen, dass sie nicht nur sportlich sind, sondern auch ein Herz für andere haben. Wir freuen uns schon auf den nächsten Spendenlauf an unserer Schule!

Felix Bauer & Marisa Scharnagl




Informationen zum Thema „Organspende“ durch Stefan Endrich in der 10. Jahrgangsstufe

In seinem Vortrag vor Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe informierte Herr Endrich sehr anschaulich über die Lebenssituation von Menschen mit einer Nierenerkrankung. Er selbst hat zwei Nierentransplantationen hinter sich und kann mit dem derzeitigen Spenderorgan ein relativ normales Leben führen und sogar Sport treiben. Auch wenn dies mit Einschränkungen verbunden ist, sieht er es als seine Aufgabe an, diesem Geschenk des Lebens gerecht zu werden. Deshalb besucht er beispielsweise Schulen und Vereine, um dort aus der Sicht eines Betroffenen zu berichten.

Im Vortrag ging Endrich aber nicht nur auf seine eigene Situation ein, sondern erläuterte auch die medizinischen, rechtlichen und ethischen Hintergründe des Themas „Organspende“. Er veranschaulichte anhand einer Präsentation, welche Organe und Gewebe generell gespendet werden können und wie die Abläufe sowie die rechtlichen Regelungen bei einer Organentnahme und -spende sind. Besonders interessierte die Schüler, welche konkreten Maßnahmen beispielsweise vor bzw. nach einer Transplantation nötig sind.

Die Statistik zeigt, dass die Zahl der gespendeten Organe in Deutschland weit unter dem Niveau der europäischen Nachbarländer liegt. Deshalb sieht Endrich selbst die erweiterte Zustimmungslösung kritisch, da weniger als die Hälfte der Befürworter letztlich einen Organspendeausweis besitzt. Dabei betont er aber, dass jeder individuell für sich selbst eine Entscheidung treffen müsse – und diese Haltung auch in der Familie kommunizieren solle. Nur durch den klar erkennbaren Willen eines Verstorbenen, der grundsätzlich als potenzieller Spender in Frage käme, kann die Organentnahme letzten Endes erst im Krankenhaus realisiert und dadurch sehr vielen Menschen ein Weiterleben bzw. ein besseres Leben ermöglicht werden.

Endrich ist Mitglied im Verein TransDia-Sport Deutschland, der die Fitness von Transplantierten und Dialysepatienten fördern und das Bewusstsein für Organspende erhöhen möchte. TransDia setzt sich seit Jahren für die Einführung einer verbesserten rechtlichen Regelung in Deutschland, der Widerspruchsregelung, ein, um die Spenderzahlen positiv zu beeinflussen. Vor einigen Jahren besuchte Endrich mit der Radtour „Pro Organspende“ zusammen mit 30 anderen Organspendeempfängern die Stiftung Eurotransplant in Leiden. Diese koordiniert die Organspende und -verteilung in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Organisation vermittelt Organe an die bestmöglichen Empfänger, basierend auf einer zentralen Warteliste, die von den Transplantationszentren erstellt wird. Endrich bedauert, dass immer wieder das Vertrauen in die Organspende beeinträchtig wird bzw. zum Beispiel im April 2025 durch Organhandel in anderen Ländern in die Kritik geraten ist.

Am Ende des Vortrags stellten die Zuhörerinnen und Zuhörer zahlreiche interessierte Fragen, auch über die Möglichkeit eines Organspendeausweises, der ab dem Alter von 16 Jahren ausgefüllt werden kann. Endrich meint dazu: „Wissen hilft entscheiden.“

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